Mittwoch, 25. Februar 2015

Willkommen in der Hölle

Entgegen allem, was man so hört, war es in der Hölle nicht heiß, es war nicht einmal warm, sondern kalt. Eiskalt. Es gab kein Leben. Nur noch Kälte und Eis.
Seit er mich hier her gebracht hat ist eine Menge Zeit vergangen. Wie viel genau wusste ich nicht. Es scheint als würde Zeit hier auch überhaupt keine Rolle spielen. Das Einzige was hier zählte war es ihn glücklich zu machen. Denn nur dann würde ich irgendwann wieder gehen dürfen. Und ich wollte gehen, so dringend wollte ich hier weg! Noch nie zuvor wollte ich etwas so sehr, wie verschwinden! Zumindest war es mein einziger Halt, den ich noch hatte um nicht alles zu vergessen. Auch wenn er wollte, dass ich alles vergaß.
In der Ferne hörte ich ein Quitschen und dann ein lautes Knallen.
Er kommt.
Jeder Muskel in meinem Körper verspannte sich vor Angst, was er heute wieder tun würde. Lange würde ich es nicht mehr aushalten, egal, wie gerne ich weggehen wollte, aber mein Körper war schon so ausgelaugt, dass ich nicht wusste, wie lange ich noch hatte.
"Was liegst du da so faul herum?", blaffte er und trat mit voller Wucht nach mir. Leise stöhnte ich auf und bekam dafür gleich noch ein Schlag ins Gesicht. "Willst du jetzt auch noch heul'n?"
Ich unterdrückte jede Regung eines Gefühls, um nicht vielleicht doch noch etwas dummes zu tun oder zu sagen.
"Jetzt steh endlich auf!", brüllte er, weil ich mich nicht bewegte und packte mich in den Haaren und riss mich brutal hinauf. Taumelnd kam ich kurz zum Stehen, bevor meine Knie nachgaben und wieder in den Dreck fiel. Er lachte lauthals auf und spuckte dabei. Es war einfach widerlich - nein, er war widerlich!
"Du hättest bei mir bleiben sollen! Du hättest mich lieben sollen! Bis das der Tod uns Scheidet! Das ist es, was du versprochen hast! Dann stirbt!"
Es folgten zahllose Schläge und Tritte. Ich schrie und wollte, dass er aufhörte, aber er ließ sich davon nicht abhalten. Ganz im Gegenteil, er genoss meine Schreie. Je lauter ich schrie, desto fester schien er zuzuschlagen.
Bald schon verschwamm alles, der Schmerz, sein höhnisches Lachen und die Dunkelheit. Doch plötzlich wurde sie je von Licht unterbrochen und fremde Stimmen drangen zu mir. Allerdings konnte ich nicht verstehen was sie sagten. Ich war müde und ich wollte nur noch schlafen.

Ein leises, monotones Piepsen weckte mich und ich spürte eine merkwürdige, aber angenehme Wärme auf meinem Gesicht und hinter meinen geschlossenen Liedern brannte Licht. Als ich die Augen öffnete mussten diese sich erst an das grelle Licht gewöhnen.
"Ruf Charles!", rief jemand neben mir aufgeregt. Ich kannte die Stimme, da war ich mir sicher, aber ich konnte sie nicht zuordnen. Endlich hatten sich meine Augen an das Licht gewöhnt, da erkannte ich, wem die Stimme gehörte. Meiner kleinen Schwester!
"Wo bin ich?", fragte ich mit heiserer Stimme und versuchte mich umzusehen. Alles war weiß, die Decke, die Wände, die Bettwäsche und es roch an Putzmittel.
"Du bist im Krankenhaus", antwortete eine männliche, raue Stimme, mein Vater. Er kam zu meinem Krankenbett und setzte sich zu mir und küsste mich unzählige Male auf die Stirn. Ich konnte es kaum glauben! Endlich war ich wieder zu Hause. Durfte meine persönliche Hölle verlassen und noch einmal neu anfangen, dass hatte ich mir so sehr gewünscht.
"Schlaf noch ein bisschen, der Arzt hat gesagt, dass du viel Schlaf und Ruhe brauchst", sagte mein Vater und strich mir sanft über mein Haar. "Ich werde hier bleiben, in Ordnung?"
"Ja", antwortete ich und es dauerte wirklich nicht lange,bis ich wieder eingeschlafen war. Alles in mir brauchte Ruhe, wollte eine Woche durchschlafen.

KLATSCH!
"Hör auf zu Träumen!"

Donnerstag, 22. Januar 2015

Wiedersehen (Teil 2)

Endlich kommt der zweite Teil der Geschichte 

Teil 2:
Es gab kein Entkommen! Wir saßen in der Falle und ich wusste einfach nicht, wie wir aus diesem Schlamassel lebend rauskommen sollten. Vor allem, weil sie bewaffnet waren! Bevor ich auch nur einen entwaffnen konnte hätte der Rest mich schon erschossen! Und Taylor! Er hatte mit all dem doch gar nichts zu tun! Aber sie würden ihn dennoch umbringen, einfach nur, weil er mit mir geredet hatte.
Ich zwang mich ruhig zu bleiben! Es gab immer einen Ausweg, ich musste ihn nur noch finden! Also sah ich mich abermals um. Hinter uns war ein kleiner See und es war der einzige Fluchtweg, allerdings war es nicht ungefährlich. Wenn wir wirklich in den See sprangen und auf eine andere Seite schwammen, konnten unsere Angreifer außen um den See laufen und uns so jeden Fluchtweg abschneiden würden. Dann würden wir in der Falle sitzen und sie bräuchten nur warten bis wir so schwach wurden, bis wir schließlich ertranken.
Das war ein fürchterlicher Plan, aber mir fiel einfach nichts Besseres ein!
„Jetzt haben wir dich endlich!“, höhnte einer der bewaffneten Männer.
„Wer sind die?“, fragte Taylor verwirrt und seine Stimme zitterte.
„Jäger“, erwiderte ich mit zusammengebissenen Zähnen.
„Jäger?“, fragte er ungläubig. „Und was jagen sie?“
„Jetzt gerade? Mich!“ Während ich ihm antwortete achtete ich darauf, dass mich niemand sonst hören konnte. „Ich hoffe du kannst schwimmen! Wenn ich dir ein Zeichen geben, rennst du in den See und schwimmst so schnell du kannst, davon!“
„Was gibt’s denn da zu tuscheln?“, fragte der Mann wieder und sah mich wütend an. Jetzt war jeder Hohn aus seiner Stimme gewichen. Wenigstens etwas! Mir kam da ein Gedanke, der eventuell für eine kleine Ablenkung sorgen könnte, aber ich wusste nicht, ob es schnell genug ging, aber so wie ich es sah, blieb uns eh nichts anderes übrig.
Also begann ich mich auf dicken, undurchdringlichen Nebel zu konzentrieren, der den Jägern die Sicht und die Orientierung nehmen sollte. Und es schien zu funktionieren, nur langsamer als erhofft. Von der Mitte des Sees aus kam kalter, dicker Nebel und hüllte uns nach und nach völlig ein, bis wir vollkommen darin verschwanden.
„Was?“, fragte einer der Jäger. „Woher kommt denn plötzlich der Nebel?“
„Das war sie!“, schrie der Jäger, der davor schon mit uns gesprochen hatte, offensichtlich war er sowas wie ihr Anführer. „Tötet sie! Tötet sie beide!“
„Lauf!“, schrie ich Taylor an, konnte ihn allerdings nicht mehr im Nebel sehen. Kurz zögerte ich, wollte hören, ob Taylor wirklich ins Wasser rannte. Das war eine dumme Idee! Gleich drauf hörte ich laute Schüsse und Pistolenkugeln flogen an mir vorbei. Jetzt zögerte ich keine weitere Sekunde, sondern rannte in den See. Ich war schon bis zu den Knien im Wasser, als mich eine Kugel in die linke Schulter traf. Der Schmerz ließ mich aufschreien und ich verlor beinahe das Gleichgewicht, doch ich schaffte es gerade stehen zu bleiben. Aber ich erlaubte mir nicht auf der Stelle zu verweilen, sondern watete noch tiefer ins kalte Wasser.
„Hier bist du“, flüsterte Taylor und stand plötzlich vor mir. „Du blutest! Ziemlich stark!“
„Egal, wir müssen weg, sie kommen näher!“ Ich drückte ihn zur Seite, griff dabei seine Hand und zog ihn hinter mir her. Wir mussten hier weg, alles andere war nicht wichtig!

Wir schwammen auf die andere Seite des Sees und erreichten dieses, bevor der Nebel sich ganz verzogen hatte. Leises Stimmengewirr drang zu uns vor und wir konnten sie fluchen hören, aber ich ließ mich davon ablenken, sondern rannte weiter! Raus aus dem Park und die Straße entlang. Ich wollte so viel Abstand zwischen die Jäger und uns bringen, wie es ging.
Die Wunde in meiner Schulter schmerzte höllisch und ich wusste, dass der Blutverlust mir noch zu schaffen machen würde, aber jetzt durfte ich mir nicht erlauben darüber nachzudenken. Wir rannten einfach und ignorierten jeden Schmerz.
Ich wusste nicht einmal wohin wir rannten, aber plötzlich standen wir vor dem Haus meiner Familie. Jemand riss von innen die Tür auf und trat hinaus. Mein Onkel. Ehe ich auch nur von einen Schritt machen konnte, gaben meine Knie nach.

Freitag, 2. Januar 2015

Wiedersehen (Teil 1)

Lang lang ist her – ich weiß ^^
Und zum Start ins neue Jahr gibt es eine Geschichte
Naja zumindest den ersten Teil:


Langsam schlenderte ich durch den dunklen Park. Meine Tante und mein Onkel würden zwar ausflippen, weil ich zu spät kommen würde und, was noch schlimmer war als zu spät kommen, war die Tatsache, dass ich schon wieder im Dunkeln durch den Park ging. Die Ansprache konnte ich schon jetzt hören. So sehr ich die Beiden auch liebte, aber sie waren immer so überführsorglich. Meine Tante sagte, dass läge daran, weil meine Mutter nicht in der Lage war, sich um mich zu kümmern.
Der Wind blies kalt und ich zog meine Jacke fester um mich herum. Hätte ich doch nur heute Morgen eine Mütze und einen Schal angezogen, dachte ich frustriert. Mit einer Hand griff ich in die Jackentasche, versuchte mein Handy rauszuziehen, aber es klemmte und ich blieb stehen um mich auf dieses Problem konzentrieren zu können. Blödes Teil! Ich riss so lange an dem Teil, bis es herausflog und einige Meter vor mir auf dem Boden landete. Ja, klasse! Das war ja jetzt klar!
Gerade als ich das blöde Ding aufgehoben hatte, knallte ich mit jemandem zusammen. Durch den harten Zusammenstoß kam ich ins Straucheln und verlor das Gleichgewicht. Ich fiel auf den Hintern und schrie erschrocken auf.
„Oh man, das tut mir voll Leid!“, sagte eine männliche Stimme über mir. „Hast du dir wehgetan?“
Als ich zu ihm auf sah, erkannte ich den großen, gutaussehenden Kerl. Taylor. Wir waren früher mal im selben Jahrgang auf einer Schule gewesen, doch während er immer zu dem Beliebten gehört hatte, war ich immer die ruhige, zurückhaltende, die niemandem weiter auffiel und schon gar nicht ihm. Das war allerdings schon zwei Jahre her und dann habe ich ihn zufällig bei einer Freundin auf dem Geburtstag getroffen. Wir hatten uns stundenlang unterhalten und eigentlich haben wir uns auch sehr gut – mehr als nur gut – verstanden. Bevor ich gegangen war, hatte er mir seine Nummer gegeben und mich gebeten, mich mal bei ihm zu melden. Ich habe mich nie bei ihm gemeldet. Das war seine Masche, hatte ich mir eingeredet, dass macht der doch mit jeder!
Jetzt stand er vor mir und hielt mir seine ausgesteckte Hand hin, die ich ergriff und mich von ich schwungvoll hochziehen ließ. Etwas zu schwungvoll. Denn dieses Mal stolperte ich vorwärts und stieß gegen seine muskulöse Brust.
„‘tschuldigung“, murmelte ich und wich sofort einen Schritt zurück.
„Nichts passiert“, erwiderte er und grinste mich an. „Du hast dich nicht bei mir gemeldet.“
„Nein“, antwortete ich schlicht und etwas verlegen, dachte aber auch nicht daran mich näher darüber auszulassen.
„Wieso?“, fragte er. Es war komisch, denn er sah sichtlich betrübt aus. Sofort tat es mir leid, dass ich mich nicht gemeldet hatte, aber ich hatte wirklich nicht gedacht, dass er wirklich wollte, dass ich mich meldete. Na ganz toll! Da interessierte sich einmal ein Typ für mich und ich nahm es nicht ernst. Wunderbar!
„Also?“, fragte er erneut, weil er wohl glaubte, dass ich nicht mehr antworten wollte. „Wieso hast du nicht angerufen?“
„Ich weiß nicht“, antwortete ich und zuckte mit den Schultern. „Ich war mir nicht sicher, ob du es wirklich wolltest. Ich dachte es nicht.“
Er legte den Kopf schief und sah mich verwirrt an: „Das verstehe ich nicht. Wieso sollte ich dir dann meine Nummer geben?“
„Keine Ahnung. Ich dachte einfach, dass wäre deine Masche oder so, was weiß ich“, antwortete ich hastig und sah mich unruhig um. Im Gebüsch hinter uns hörte ich Äste knacken und trockenes Laub raschelte. Eine Gänsehaut überkam mich und dieses ungute Gefühl, dass uns jemand beobachtete. Ohne darüber nachzudenken, ergriff ich seine Hand und rannte los. Als ich kurz einen Blick zurückwarf, sah ich fünf oder sechs lange Schatten, die uns verfolgten.
„Was ist los?“, fragte er überrascht, rannte aber weiter. Plötzlich hörte ich Schüsse und beschleunigte automatisch mein Tempo.
„Verflucht! Was ist hier los?“ Ich konnte die Angst in seiner Stimme hören und seine Hand wurde schwitzig.
„Lauf weiter!“, schrie ich und drückte seine Hand noch fester. Mein Herz raste und ich verfluchte den Moment, in dem ich beschlossen hatte, durch den Park zu gehen. So ein Mist! Allein hätte ich vielleicht eine Chance gehabt, aber mit Taylor hatte ich nicht die geringste Chance.

Wir liefen jetzt auf eine offene Wiese zu, was unsere Chancen zu überleben verringerten. Plötzlich tauchten vor uns ebenfalls dunkle Gestalten auf. Abrupt hielt ich an und wirbelte ein paar Mal um meine eigene Achse. Wir brauchten einen Ausweg!

Montag, 22. Dezember 2014

Angst

Ich fang dann einfach mal an :)...

Sein Griff war fest und ich konnte seine Fingernägel in meinem Nacken spüren, wie sie immer tiefer in mein Fleisch eindrangen. Egal, was ich versuchen würde, ich saß in der Falle. Er hatte mich endlich erwischt und jetzt würde er es zu ende bringen. Dieses Mal würde ich sterben! 
Ohne drauf zu achten, ob ich mitkam, zog er mich durch den dunklen Wald hinter sich her. Kleine Äste und Zweige stachen mir in die nackten Füße. Irgendwann, während ich vor ihm Geflohen war, musste ich wohl meine Schuhe verloren haben. Jetzt würde ich sie sowieso nicht mehr brauchen, gleich war ich sowieso Tod. 
"So viel Mühe und endlich hab ich dich wieder", raunte er mürrisch und sein Griff wurde noch fester. Ich wimmerte leise und konnte einfach nicht verstehen, wie er mich überhaupt finden konnte, schließlich hatte ich doch so gut aufgepasst. Wieso musste mir das passier? Diese Frage hatte ich mir seit meiner Flucht dauernd gefragt obwohl es völlig unerheblich war. Es war nun einmal so und ich konnte jetzt auch nichts mehr ändern.
"Dich, Schlampe zu töten, wird mir sehr viel Freude bereiten!"
"Bitte", weinte ich, obwohl ich genau wusste, dass es nichts bringen würde. "Bitte, lass mich gehen! Bitte!"
"Schnauze!", brüllte er und schleuderte mich wütend in den Dreck. "Halt deine elende Fresse!" Wütend trat er mir mit seinem linken Fuß in den Magen. Einmal. Zweimal. Dann packte er mich in den Haaren und riss mich wieder auf die Füße. Ich schrie vor Schmerzen laut auf und weinte doller. Es war schrecklich! Mir tat alles weh und ich war mittlerweile so weit, dass ich nicht mehr leben wollte. 
"Wo willst du hin?" Meine Stimme war kaum hörbar und innerlich machte ich mich auf den nächsten Wutausbruch bereit. Er blieb stehen und grinste mich jetzt höhnisch an: "Weißt du es wirklich nicht, mein Schatz?" Bei dem Wort "Schatz" hatte ich das Gefühl mich übergeben zu müssen. Jedes Mal wenn er mich früher so nannte, hatte er mich vorher zusammengeschlagen. "Wir gehen nach Hause."
Nein! Nein! Nein! Bitte, betete ich, bitte, schick mir einen Engel, der mich erlöst! Tränen flossen unaufhörlich über mein Gesicht und ihm schien es zu gefallen, dass ich litt. Natürlich gefiel es ihm! Es hatte ihm schon immer gefallen, wenn ich gelitten habe.
Dann sah ich es. Unsere kleine Hütte mitten im Wald. Weit und Breit war niemand da, der meine Schreie hören könnte. Hier würde er sich alle Zeit der Welt nehmen können und ungestört sein. Wie ich diesen Ort hasste! Wie ich ihn schon immer gehasst hatte. Ich wollte hier nicht sterben.
"Willkommen daheim", flötete er. Willkommen in der Hölle...

Sonntag, 21. Dezember 2014

Meine Anfänge...

So hier mal ein kleiner Auszug aus meiner allerersten, selbst geschriebenen Geschichte "Prinzessin der Nacht", die habe ich von 7 Jahren geschrieben :O wie schnell die Zeit vergeht :O

In der Nacht wachte ich auf und war überrascht als ich neben mir Leon sah. Er lächelte und flüsterte: „`tschuligung, ich wollte dich nicht wecken. Ruhe dich aus, du brauchst das. Ich bleibe hier.“
„Du musst müde sein, geh doch ins Bett. Ich komm allein klar.“ Ich wich seinem Blick aus und fügte hinzu: „Irgendwie.“
„Nichts da, ich bleib hier. Du hättest sehen sollen wie du dich hin und her gewälzt hast. Nein, ich bleib hier und passe auf, dass du nicht aus den Bett fällst.“ Er grinste mich an.
„Du siehst aber müde aus und ich werde nicht aus dem Bett fallen.“ Ich schmollte und er ließ meine Hand los, stand auf und ging.
„Was machst du?“ Er verwirrte mich, da er nicht Richtung Tür ging, sondern in die Richtung, in der mein Schreibtisch stand.
„Ich hole mir einen Stuhl.“ Seine Stimme klang so, als würde gerade gesagt haben, dass ich nicht mehr alle Nadeln an der Tanne hätte.
„Warum?“ Ich sah verständnislos in seine Richtung.
„Weil ich nicht wieder geschlagen werden will, wenn du schläfst.“
„Entschuldige das war keine Absicht. Glaube ich zumindest.“ Ich hörte ihn lachen.
„Irgendwie drängt sich mir der Gedanke auf, dass es mit Absicht war. Zumindest meintest du, dass ich es verdient hätte.“  Er stellte den Stuhl neben das Bett und sah mich nachdenklich an.
„Was ist?“, fragte ich nervös.
„Nichts. Ich musste nur kurz nachdenken.“ Ein Lächeln huschte über sein Gesicht, doch dann sah er wieder ganz ernst aus.
„Worüber hast du nachgedacht?“
„Über alles.“ Seine Antwort war mir zu ungenau, also fragte ich nach. Ich wollte es genauer wissen. „Über was genau?“ Ich wollte nicht locker lassen.
„Schlaf jetzt. Ich werde es dir Morgen sagen.“ Er sah mich nicht an.
„Du lügst, wenn es stimmen würde, könntest du mir in die Augen sehen.“ Meine Stimme zitterte und mir liefen Tränen über mein Gesicht. Wieso fing ich denn jetzt schon wieder an zu heulen?

„Hey nicht weinen. Na gut ich verspreche es dir. Ich verspreche dir, liebe Mel, dass ich es dir sage, Morgen früh.“ Es klag glaubwürdig, trotzdem hatte ich bedenken.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

In Erinnerung an...

Heute gibt es mal eine kleine Improvisation, gewidmet ist es jemandem der in diesen Tagen besonders viel Kraft und Mut braucht!

Es war als bliebe mir das Herz stehen. Ich konnte nicht fassen, dass er plötzlich vor mir stand. Eben noch hatte ich ihm die Pest an den Hals gewünscht und jetzt war er hier, direkt vor mir. 
Hinter ihm schlossen sich die Türen des Fahrstuhls und die Kabine setzte sich Ruckartig in Bewegung. In mir regte sich etwas und ich war mir nicht sicher ob es Wut war oder Lust. Wahrscheinlich war es von beidem etwas.
"Du bist einfach gegangen", murmelte er und stand mir viel zu nahe. Ich starrte seine Lippen an und fragte mich, wie sie sich wohl anfühlen würden. Nein, das ist absolut nicht interessant und interessiert dich auch gar nicht, schallte ich mich selbst.
Plötzlich durchfuhr ein harter Ruck die Kabine und blieb stehen. Kurz taumelte ich, schaffte es aber, mein Gleichgewicht zu behalten und nicht umzufallen.
"Was war das denn?", fragte er und sah sich in dem kleinen Fahrstuhl um. Als er nichts entdecken konnte, begann er auf den Knöpfen herumzudrücken, was allerdings nichts brachte. "So wie es aussieht stecken wir fest."
Nicht gut, dachte ich und rückte ein Stück von ihm weg. Panik erfasste mich und ich spürte wie der Sauerstoff meine Lungen verließ. 
"Versuch nochmal die Knöpfe zu drücken", murmelte ich mit gepresster Stimme. So sehr ich mich auch bemühte meine Angst zu unterdrücken. Aber er merkte es, wie sollte es anders sein? 
"Was ist mit dir?"
"Enge Räume... das ist nicht so mein Fall." Meine Atmung ging stoßweise und  ich bekam das Gefühl die Wände würden sich auf mich zubewegen. Ich wich weiter zurück, bis mein Rücken gegen die Wand stieß. 
"Hey! Alles ok? Du siehst blass aus", sagte er besorgt und kam auf mich zu, aber ich hielt die Hand hoch, um ihn auf Abstand zu halten: "Stopp! Bleib da stehen!" Meine Stimme klang schrill und jetzt gab ich mir auch keine Mühe mehr, meine Stimme zu verstellen. "Bitte!"
"Ist schon gut! Aber du musst dich unbedingt beruhigen, sonst kippst du noch um." Schritt für Schritt kam er immer näher, bis er direkt vor mir stand. "Erzähl mir etwas", bat er, "das wird dich ablenken."
"Das ist doch verrückt! Ausgerechnet mit dir bleibe ich in diesem blöden Ding stecken! Ich meine, hallo? Wir können uns nicht ausstehen und streiten sobald der andere den Raum betritt und ausgerechtet mit dir stecke ich hier fest!"

"Also das ich dich nicht mag, stimmt eigentlich nicht", murmelte er und ich hatte das Gefühl, er wäre noch näher gekommen. 
"Du fängst immer Streit an", erwiderte ich darauf und konnte den Blick nicht mehr von seinen wohlgeformten Lippen wenden.
"Ja, das tue ich wohl." Jetzt war sein Gesicht so nahe an meinem, dass ich seinen Atem in meinem Gesicht spüren konnte. "Ich mag es mit dir zu streiten, du bist immer so süß, wenn du dich über etwas ärgerst." 
Mein Atem stockte als seine Hand meine Wange berührte. Hatte er gerade gesagt ich sei süß? 
"Und jetzt?", fragte ich atemlos, aber mittlerweile war es nicht mehr der Platzmangel. Jetzt lag es an der Hitze, die zwischen ihm und mir entstand. 
"Jetzt?", wiederholte er meine Frage und er grinste mich nun verschmitzt an. "Jetzt will ich dich Küssen."
Ehe ich noch irgendetwas erwidern konnte, irgendetwas denken konnte, zog er mich an sich und küsste mich. Erst ganz sanft und vorsichtig und als ich mich aus meiner Starre löste, erwiderte ich den Kuss. Nun wurde er intensiver und leidenschaftlicher...

Montag, 15. Dezember 2014

der große Start

So ihr Lieben,
ab heute beginne ich meinen eigenen Blog und werde nun regelmäßig von mir selbst geschriebene Texte, Geschichten und Gedichte posten und alles, was sonst noch so interessant sein könnte :)

Für den Anfang beginne ich mit meinem Lieblingsspruch, der wahrer nicht sein könnte:
Die Grenze der Fantasie, liegt in der Grenze der Gedanken.