Die Bäume knarrten und bogen sich im Sturm, der Regen prasselte nur so auf sie ein. Von dem sonnigen, warmen Tag ist nichts mehr übrig geblieben geblieben, aber das Lächeln wärmte jedem das Herz. Sie strahlte bis über beide Ohren und konnte den tollen Nachmittag mit dem mysteriösen Fremden nicht vergessen. Auch wenn sie sich vorher nie begegnet sind, kam es ihr dennoch so vor als könne sie ihm alles anvertrauen.
Eigentlich hätte sie da schon stutzig werden müssen. Das ganze Treffen, was eigentlich zufällig gewesen war, war aber alles andere als das gewesen, denn er hatte sie schon seit Wochen beobachtet und auf den passenden Moment abgewartet um sie anzusprechen. Er war nicht verrückt oder so! Er war einfach nur von ihr fasziniert. Ihm war völlig unklar, wie man so ruhig und lieb sein konnte, wie sie es immer war.
In all der Zeit hatte sie sich nie mit irgendwem gestritten oder auch nur ein hitzige Diskussion gehabt. Sobald es irgendwie Unstimmigkeiten gegeben hatte, schaffte sie es ihr gegenüber umzustimmen oder sie gab nach und schloss sie der anderen Meinung an. Auch wenn sie im Recht war.
Und jetzt wo er sie kennengelernt hat, war er einfach hin und weg. Sie war nicht nur bildhübsch und freundlich sondern auch intelligent und charmant. Er freute sich schon darauf sie bald wiederzutreffen und sich dabei nicht wieder verstecken zu müssen.
Weil er noch immer so verzückt war, hatte er sie aus den Augen verloren und hatte keine Ahnung, wo er nach ihr suchen sollte...
Wie oft hatte man ihr schon gesagt, sie solle nicht abends spät durch den kleinen Wald laufen? Schon gar nicht allein! Aber heute fühlte sie sich einfach unbesiegbar und ignorierte jede Warnung. Es war schon spät und bei diesem schrecklichen Regen wollte sie nur noch nach Hause.
Doch sie hätte lieber den Weg an der Straße nehmen sollen, denn heute würde es eine weitere Begegnung geben, mit jemandem, der ihr nicht so wohlgesonnen sein würde...
Es war so töricht zu glauben, es könne ihr nicht passieren...
In diesem Blog entführe ich euch in meine Welt und lasse euch an meinen Geschichten teilhaben.
Dienstag, 31. März 2015
Samstag, 28. März 2015
Ein Hauch von Nichts
Nichts...
Das war alles, was von meinem Leben übrig war.
Als ich noch gelebt habe, als ich noch einen Grund hatte, Tag für Tag aufzustehen und jeden Tag zu leben, wusste ich nicht, wie es sich anfühlte Tod zu sein. Es war schrecklich! Schmerz und Trauer waren mir als einziges geblieben und mir war klar, schon in der ersten Sekunde, dass ich so nicht weiter machen konnte - geschweige denn weiter machen wollte!
Jetzt stand ich hier oben, auf irgendeiner Brücke und starrte in den Fluss unter mir. Kalter Wind peitschte mir ins Gesicht und riss an meinen Kleidern.
Seit er mich verlassen hatte - seit er gegangen war - war nicht viel Zeit vergangen, aber ich wollte ihm folgen! Jede Faser meines Körpers verlangte es sogar von mir!
"SPRING!", schrie er, "GEH ZU IHM!"
So unerträglich der Verlust von ihm auch war und so sehr ich mir wünschte wieder bei ihm zu sein, wusste ich nicht, ob es der richtige Weg war jetzt einfach zu springen. Aber was hielt mich denn schon hier?
Schmerz und Trauer...
Das konnte doch nicht alles sein? Dafür sollte ich noch einen einzigen Tag länger aufstehen? Nur noch einen Tag länger diese Farce ertragen?
"NEIN!"
Ich kann mich frei entscheiden...
Das war alles, was von meinem Leben übrig war.
Als ich noch gelebt habe, als ich noch einen Grund hatte, Tag für Tag aufzustehen und jeden Tag zu leben, wusste ich nicht, wie es sich anfühlte Tod zu sein. Es war schrecklich! Schmerz und Trauer waren mir als einziges geblieben und mir war klar, schon in der ersten Sekunde, dass ich so nicht weiter machen konnte - geschweige denn weiter machen wollte!
Jetzt stand ich hier oben, auf irgendeiner Brücke und starrte in den Fluss unter mir. Kalter Wind peitschte mir ins Gesicht und riss an meinen Kleidern.
Seit er mich verlassen hatte - seit er gegangen war - war nicht viel Zeit vergangen, aber ich wollte ihm folgen! Jede Faser meines Körpers verlangte es sogar von mir!
"SPRING!", schrie er, "GEH ZU IHM!"
So unerträglich der Verlust von ihm auch war und so sehr ich mir wünschte wieder bei ihm zu sein, wusste ich nicht, ob es der richtige Weg war jetzt einfach zu springen. Aber was hielt mich denn schon hier?
Schmerz und Trauer...
Das konnte doch nicht alles sein? Dafür sollte ich noch einen einzigen Tag länger aufstehen? Nur noch einen Tag länger diese Farce ertragen?
"NEIN!"
Ich kann mich frei entscheiden...
Mittwoch, 25. Februar 2015
Willkommen in der Hölle
Entgegen allem, was man so hört, war es in der Hölle nicht heiß, es war nicht einmal warm, sondern kalt. Eiskalt. Es gab kein Leben. Nur noch Kälte und Eis.
Seit er mich hier her gebracht hat ist eine Menge Zeit vergangen. Wie viel genau wusste ich nicht. Es scheint als würde Zeit hier auch überhaupt keine Rolle spielen. Das Einzige was hier zählte war es ihn glücklich zu machen. Denn nur dann würde ich irgendwann wieder gehen dürfen. Und ich wollte gehen, so dringend wollte ich hier weg! Noch nie zuvor wollte ich etwas so sehr, wie verschwinden! Zumindest war es mein einziger Halt, den ich noch hatte um nicht alles zu vergessen. Auch wenn er wollte, dass ich alles vergaß.
In der Ferne hörte ich ein Quitschen und dann ein lautes Knallen.
Er kommt.
Jeder Muskel in meinem Körper verspannte sich vor Angst, was er heute wieder tun würde. Lange würde ich es nicht mehr aushalten, egal, wie gerne ich weggehen wollte, aber mein Körper war schon so ausgelaugt, dass ich nicht wusste, wie lange ich noch hatte.
"Was liegst du da so faul herum?", blaffte er und trat mit voller Wucht nach mir. Leise stöhnte ich auf und bekam dafür gleich noch ein Schlag ins Gesicht. "Willst du jetzt auch noch heul'n?"
Ich unterdrückte jede Regung eines Gefühls, um nicht vielleicht doch noch etwas dummes zu tun oder zu sagen.
"Jetzt steh endlich auf!", brüllte er, weil ich mich nicht bewegte und packte mich in den Haaren und riss mich brutal hinauf. Taumelnd kam ich kurz zum Stehen, bevor meine Knie nachgaben und wieder in den Dreck fiel. Er lachte lauthals auf und spuckte dabei. Es war einfach widerlich - nein, er war widerlich!
"Du hättest bei mir bleiben sollen! Du hättest mich lieben sollen! Bis das der Tod uns Scheidet! Das ist es, was du versprochen hast! Dann stirbt!"
Es folgten zahllose Schläge und Tritte. Ich schrie und wollte, dass er aufhörte, aber er ließ sich davon nicht abhalten. Ganz im Gegenteil, er genoss meine Schreie. Je lauter ich schrie, desto fester schien er zuzuschlagen.
Bald schon verschwamm alles, der Schmerz, sein höhnisches Lachen und die Dunkelheit. Doch plötzlich wurde sie je von Licht unterbrochen und fremde Stimmen drangen zu mir. Allerdings konnte ich nicht verstehen was sie sagten. Ich war müde und ich wollte nur noch schlafen.
Ein leises, monotones Piepsen weckte mich und ich spürte eine merkwürdige, aber angenehme Wärme auf meinem Gesicht und hinter meinen geschlossenen Liedern brannte Licht. Als ich die Augen öffnete mussten diese sich erst an das grelle Licht gewöhnen.
"Ruf Charles!", rief jemand neben mir aufgeregt. Ich kannte die Stimme, da war ich mir sicher, aber ich konnte sie nicht zuordnen. Endlich hatten sich meine Augen an das Licht gewöhnt, da erkannte ich, wem die Stimme gehörte. Meiner kleinen Schwester!
"Wo bin ich?", fragte ich mit heiserer Stimme und versuchte mich umzusehen. Alles war weiß, die Decke, die Wände, die Bettwäsche und es roch an Putzmittel.
"Du bist im Krankenhaus", antwortete eine männliche, raue Stimme, mein Vater. Er kam zu meinem Krankenbett und setzte sich zu mir und küsste mich unzählige Male auf die Stirn. Ich konnte es kaum glauben! Endlich war ich wieder zu Hause. Durfte meine persönliche Hölle verlassen und noch einmal neu anfangen, dass hatte ich mir so sehr gewünscht.
"Schlaf noch ein bisschen, der Arzt hat gesagt, dass du viel Schlaf und Ruhe brauchst", sagte mein Vater und strich mir sanft über mein Haar. "Ich werde hier bleiben, in Ordnung?"
"Ja", antwortete ich und es dauerte wirklich nicht lange,bis ich wieder eingeschlafen war. Alles in mir brauchte Ruhe, wollte eine Woche durchschlafen.
KLATSCH!
"Hör auf zu Träumen!"
Seit er mich hier her gebracht hat ist eine Menge Zeit vergangen. Wie viel genau wusste ich nicht. Es scheint als würde Zeit hier auch überhaupt keine Rolle spielen. Das Einzige was hier zählte war es ihn glücklich zu machen. Denn nur dann würde ich irgendwann wieder gehen dürfen. Und ich wollte gehen, so dringend wollte ich hier weg! Noch nie zuvor wollte ich etwas so sehr, wie verschwinden! Zumindest war es mein einziger Halt, den ich noch hatte um nicht alles zu vergessen. Auch wenn er wollte, dass ich alles vergaß.
In der Ferne hörte ich ein Quitschen und dann ein lautes Knallen.
Er kommt.
Jeder Muskel in meinem Körper verspannte sich vor Angst, was er heute wieder tun würde. Lange würde ich es nicht mehr aushalten, egal, wie gerne ich weggehen wollte, aber mein Körper war schon so ausgelaugt, dass ich nicht wusste, wie lange ich noch hatte.
"Was liegst du da so faul herum?", blaffte er und trat mit voller Wucht nach mir. Leise stöhnte ich auf und bekam dafür gleich noch ein Schlag ins Gesicht. "Willst du jetzt auch noch heul'n?"
Ich unterdrückte jede Regung eines Gefühls, um nicht vielleicht doch noch etwas dummes zu tun oder zu sagen.
"Jetzt steh endlich auf!", brüllte er, weil ich mich nicht bewegte und packte mich in den Haaren und riss mich brutal hinauf. Taumelnd kam ich kurz zum Stehen, bevor meine Knie nachgaben und wieder in den Dreck fiel. Er lachte lauthals auf und spuckte dabei. Es war einfach widerlich - nein, er war widerlich!
"Du hättest bei mir bleiben sollen! Du hättest mich lieben sollen! Bis das der Tod uns Scheidet! Das ist es, was du versprochen hast! Dann stirbt!"
Es folgten zahllose Schläge und Tritte. Ich schrie und wollte, dass er aufhörte, aber er ließ sich davon nicht abhalten. Ganz im Gegenteil, er genoss meine Schreie. Je lauter ich schrie, desto fester schien er zuzuschlagen.
Bald schon verschwamm alles, der Schmerz, sein höhnisches Lachen und die Dunkelheit. Doch plötzlich wurde sie je von Licht unterbrochen und fremde Stimmen drangen zu mir. Allerdings konnte ich nicht verstehen was sie sagten. Ich war müde und ich wollte nur noch schlafen.
Ein leises, monotones Piepsen weckte mich und ich spürte eine merkwürdige, aber angenehme Wärme auf meinem Gesicht und hinter meinen geschlossenen Liedern brannte Licht. Als ich die Augen öffnete mussten diese sich erst an das grelle Licht gewöhnen.
"Ruf Charles!", rief jemand neben mir aufgeregt. Ich kannte die Stimme, da war ich mir sicher, aber ich konnte sie nicht zuordnen. Endlich hatten sich meine Augen an das Licht gewöhnt, da erkannte ich, wem die Stimme gehörte. Meiner kleinen Schwester!
"Wo bin ich?", fragte ich mit heiserer Stimme und versuchte mich umzusehen. Alles war weiß, die Decke, die Wände, die Bettwäsche und es roch an Putzmittel.
"Du bist im Krankenhaus", antwortete eine männliche, raue Stimme, mein Vater. Er kam zu meinem Krankenbett und setzte sich zu mir und küsste mich unzählige Male auf die Stirn. Ich konnte es kaum glauben! Endlich war ich wieder zu Hause. Durfte meine persönliche Hölle verlassen und noch einmal neu anfangen, dass hatte ich mir so sehr gewünscht.
"Schlaf noch ein bisschen, der Arzt hat gesagt, dass du viel Schlaf und Ruhe brauchst", sagte mein Vater und strich mir sanft über mein Haar. "Ich werde hier bleiben, in Ordnung?"
"Ja", antwortete ich und es dauerte wirklich nicht lange,bis ich wieder eingeschlafen war. Alles in mir brauchte Ruhe, wollte eine Woche durchschlafen.
KLATSCH!
"Hör auf zu Träumen!"
Donnerstag, 22. Januar 2015
Wiedersehen (Teil 2)
Endlich kommt der zweite Teil der Geschichte
Teil 2:
Es gab kein Entkommen! Wir saßen in der Falle und ich
wusste einfach nicht, wie wir aus diesem Schlamassel lebend rauskommen sollten.
Vor allem, weil sie bewaffnet waren! Bevor ich auch nur einen entwaffnen konnte
hätte der Rest mich schon erschossen! Und Taylor! Er hatte mit all dem doch gar
nichts zu tun! Aber sie würden ihn dennoch umbringen, einfach nur, weil er mit
mir geredet hatte.
Ich zwang mich ruhig zu bleiben! Es gab immer einen
Ausweg, ich musste ihn nur noch finden! Also sah ich mich abermals um. Hinter
uns war ein kleiner See und es war der einzige Fluchtweg, allerdings war es
nicht ungefährlich. Wenn wir wirklich in den See sprangen und auf eine andere
Seite schwammen, konnten unsere Angreifer außen um den See laufen und uns so
jeden Fluchtweg abschneiden würden. Dann würden wir in der Falle sitzen und sie
bräuchten nur warten bis wir so schwach wurden, bis wir schließlich ertranken.
Das war ein fürchterlicher Plan, aber mir fiel einfach
nichts Besseres ein!
„Jetzt haben wir dich endlich!“, höhnte einer der
bewaffneten Männer.
„Wer sind die?“, fragte Taylor verwirrt und seine Stimme
zitterte.
„Jäger“, erwiderte ich mit zusammengebissenen Zähnen.
„Jäger?“, fragte er ungläubig. „Und was jagen sie?“
„Jetzt gerade? Mich!“ Während ich ihm antwortete achtete
ich darauf, dass mich niemand sonst hören konnte. „Ich hoffe du kannst
schwimmen! Wenn ich dir ein Zeichen geben, rennst du in den See und schwimmst
so schnell du kannst, davon!“
„Was gibt’s denn da zu tuscheln?“, fragte der Mann wieder
und sah mich wütend an. Jetzt war jeder Hohn aus seiner Stimme gewichen.
Wenigstens etwas! Mir kam da ein Gedanke, der eventuell für eine kleine
Ablenkung sorgen könnte, aber ich wusste nicht, ob es schnell genug ging, aber
so wie ich es sah, blieb uns eh nichts anderes übrig.
Also begann ich mich auf dicken, undurchdringlichen Nebel
zu konzentrieren, der den Jägern die Sicht und die Orientierung nehmen sollte.
Und es schien zu funktionieren, nur langsamer als erhofft. Von der Mitte des
Sees aus kam kalter, dicker Nebel und hüllte uns nach und nach völlig ein, bis
wir vollkommen darin verschwanden.
„Was?“, fragte einer der Jäger. „Woher kommt denn
plötzlich der Nebel?“
„Das war sie!“, schrie der Jäger, der davor schon mit uns
gesprochen hatte, offensichtlich war er sowas wie ihr Anführer. „Tötet sie!
Tötet sie beide!“
„Lauf!“, schrie ich Taylor an, konnte ihn allerdings
nicht mehr im Nebel sehen. Kurz zögerte ich, wollte hören, ob Taylor wirklich
ins Wasser rannte. Das war eine dumme Idee! Gleich drauf hörte ich laute
Schüsse und Pistolenkugeln flogen an mir vorbei. Jetzt zögerte ich keine
weitere Sekunde, sondern rannte in den See. Ich war schon bis zu den Knien im
Wasser, als mich eine Kugel in die linke Schulter traf. Der Schmerz ließ mich
aufschreien und ich verlor beinahe das Gleichgewicht, doch ich schaffte es
gerade stehen zu bleiben. Aber ich erlaubte mir nicht auf der Stelle zu
verweilen, sondern watete noch tiefer ins kalte Wasser.
„Hier bist du“, flüsterte Taylor und stand plötzlich vor
mir. „Du blutest! Ziemlich stark!“
„Egal, wir müssen weg, sie kommen näher!“ Ich drückte ihn
zur Seite, griff dabei seine Hand und zog ihn hinter mir her. Wir mussten hier
weg, alles andere war nicht wichtig!
Wir schwammen auf die andere Seite des Sees und
erreichten dieses, bevor der Nebel sich ganz verzogen hatte. Leises
Stimmengewirr drang zu uns vor und wir konnten sie fluchen hören, aber ich ließ
mich davon ablenken, sondern rannte weiter! Raus aus dem Park und die Straße
entlang. Ich wollte so viel Abstand zwischen die Jäger und uns bringen, wie es
ging.
Die Wunde in meiner Schulter schmerzte höllisch und ich wusste, dass der Blutverlust mir noch zu schaffen machen würde, aber jetzt durfte ich mir nicht erlauben darüber nachzudenken. Wir rannten einfach und ignorierten jeden Schmerz.
Ich wusste nicht einmal wohin wir rannten, aber plötzlich standen wir vor dem Haus meiner Familie. Jemand riss von innen die Tür auf und trat hinaus. Mein Onkel. Ehe ich auch nur von einen Schritt machen konnte, gaben meine Knie nach.
Freitag, 2. Januar 2015
Wiedersehen (Teil 1)
Lang lang ist her – ich weiß ^^
Und zum Start ins neue Jahr gibt es eine Geschichte
Naja zumindest den ersten Teil:
Langsam schlenderte ich durch den dunklen Park. Meine
Tante und mein Onkel würden zwar ausflippen, weil ich zu spät kommen würde und,
was noch schlimmer war als zu spät kommen, war die Tatsache, dass ich schon
wieder im Dunkeln durch den Park ging. Die Ansprache konnte ich schon jetzt
hören. So sehr ich die Beiden auch liebte, aber sie waren immer so
überführsorglich. Meine Tante sagte, dass läge daran, weil meine Mutter nicht
in der Lage war, sich um mich zu kümmern.
Der Wind blies kalt und ich zog meine Jacke fester um
mich herum. Hätte ich doch nur heute Morgen eine Mütze und einen Schal
angezogen, dachte ich frustriert. Mit einer Hand griff ich in die Jackentasche,
versuchte mein Handy rauszuziehen, aber es klemmte und ich blieb stehen um mich
auf dieses Problem konzentrieren zu können. Blödes Teil! Ich riss so lange an
dem Teil, bis es herausflog und einige Meter vor mir auf dem Boden landete. Ja,
klasse! Das war ja jetzt klar!
Gerade als ich das blöde Ding aufgehoben hatte, knallte
ich mit jemandem zusammen. Durch den harten Zusammenstoß kam ich ins Straucheln
und verlor das Gleichgewicht. Ich fiel auf den Hintern und schrie erschrocken
auf.
„Oh man, das tut mir voll Leid!“, sagte eine männliche
Stimme über mir. „Hast du dir wehgetan?“
Als ich zu ihm auf sah, erkannte ich den großen,
gutaussehenden Kerl. Taylor. Wir waren früher mal im selben Jahrgang auf einer
Schule gewesen, doch während er immer zu dem Beliebten gehört hatte, war ich
immer die ruhige, zurückhaltende, die niemandem weiter auffiel und schon gar
nicht ihm. Das war allerdings schon zwei Jahre her und dann habe ich ihn
zufällig bei einer Freundin auf dem Geburtstag getroffen. Wir hatten uns
stundenlang unterhalten und eigentlich haben wir uns auch sehr gut – mehr als
nur gut – verstanden. Bevor ich gegangen war, hatte er mir seine Nummer gegeben
und mich gebeten, mich mal bei ihm zu melden. Ich habe mich nie bei ihm
gemeldet. Das war seine Masche, hatte ich mir eingeredet, dass macht der doch
mit jeder!
Jetzt stand er vor mir und hielt mir seine ausgesteckte
Hand hin, die ich ergriff und mich von ich schwungvoll hochziehen ließ. Etwas
zu schwungvoll. Denn dieses Mal stolperte ich vorwärts und stieß gegen seine
muskulöse Brust.
„‘tschuldigung“, murmelte ich und wich sofort einen Schritt zurück.
„‘tschuldigung“, murmelte ich und wich sofort einen Schritt zurück.
„Nichts passiert“, erwiderte er und grinste mich an. „Du
hast dich nicht bei mir gemeldet.“
„Nein“, antwortete ich schlicht und etwas verlegen,
dachte aber auch nicht daran mich näher darüber auszulassen.
„Wieso?“, fragte er. Es war komisch, denn er sah
sichtlich betrübt aus. Sofort tat es mir leid, dass ich mich nicht gemeldet
hatte, aber ich hatte wirklich nicht gedacht, dass er wirklich wollte, dass ich
mich meldete. Na ganz toll! Da interessierte sich einmal ein Typ für mich und
ich nahm es nicht ernst. Wunderbar!
„Also?“, fragte er erneut, weil er wohl glaubte, dass ich nicht mehr antworten wollte. „Wieso hast du nicht angerufen?“
„Also?“, fragte er erneut, weil er wohl glaubte, dass ich nicht mehr antworten wollte. „Wieso hast du nicht angerufen?“
„Ich weiß nicht“, antwortete ich und zuckte mit den
Schultern. „Ich war mir nicht sicher, ob du es wirklich wolltest. Ich dachte es
nicht.“
Er legte den Kopf schief und sah mich verwirrt an: „Das
verstehe ich nicht. Wieso sollte ich dir dann meine Nummer geben?“
„Keine Ahnung. Ich dachte einfach, dass wäre deine Masche
oder so, was weiß ich“, antwortete ich hastig und sah mich unruhig um. Im
Gebüsch hinter uns hörte ich Äste knacken und trockenes Laub raschelte. Eine
Gänsehaut überkam mich und dieses ungute Gefühl, dass uns jemand beobachtete.
Ohne darüber nachzudenken, ergriff ich seine Hand und rannte los. Als ich kurz
einen Blick zurückwarf, sah ich fünf oder sechs lange Schatten, die uns
verfolgten.
„Was ist los?“, fragte er überrascht, rannte aber weiter.
Plötzlich hörte ich Schüsse und beschleunigte automatisch mein Tempo.
„Verflucht! Was ist hier los?“ Ich konnte die Angst in
seiner Stimme hören und seine Hand wurde schwitzig.
„Lauf weiter!“, schrie ich und drückte seine Hand noch
fester. Mein Herz raste und ich verfluchte den Moment, in dem ich beschlossen
hatte, durch den Park zu gehen. So ein Mist! Allein hätte ich vielleicht eine
Chance gehabt, aber mit Taylor hatte ich nicht die geringste Chance.
Wir liefen jetzt auf eine offene Wiese zu, was unsere
Chancen zu überleben verringerten. Plötzlich tauchten vor uns ebenfalls dunkle
Gestalten auf. Abrupt hielt ich an und wirbelte ein paar Mal um meine eigene
Achse. Wir brauchten einen Ausweg!
Montag, 22. Dezember 2014
Angst
Ich fang dann einfach mal an :)...
Sein Griff war fest und ich konnte seine Fingernägel in meinem Nacken spüren, wie sie immer tiefer in mein Fleisch eindrangen. Egal, was ich versuchen würde, ich saß in der Falle. Er hatte mich endlich erwischt und jetzt würde er es zu ende bringen. Dieses Mal würde ich sterben!
Ohne drauf zu achten, ob ich mitkam, zog er mich durch den dunklen Wald hinter sich her. Kleine Äste und Zweige stachen mir in die nackten Füße. Irgendwann, während ich vor ihm Geflohen war, musste ich wohl meine Schuhe verloren haben. Jetzt würde ich sie sowieso nicht mehr brauchen, gleich war ich sowieso Tod.
"So viel Mühe und endlich hab ich dich wieder", raunte er mürrisch und sein Griff wurde noch fester. Ich wimmerte leise und konnte einfach nicht verstehen, wie er mich überhaupt finden konnte, schließlich hatte ich doch so gut aufgepasst. Wieso musste mir das passier? Diese Frage hatte ich mir seit meiner Flucht dauernd gefragt obwohl es völlig unerheblich war. Es war nun einmal so und ich konnte jetzt auch nichts mehr ändern.
"Dich, Schlampe zu töten, wird mir sehr viel Freude bereiten!"
"Bitte", weinte ich, obwohl ich genau wusste, dass es nichts bringen würde. "Bitte, lass mich gehen! Bitte!"
"Schnauze!", brüllte er und schleuderte mich wütend in den Dreck. "Halt deine elende Fresse!" Wütend trat er mir mit seinem linken Fuß in den Magen. Einmal. Zweimal. Dann packte er mich in den Haaren und riss mich wieder auf die Füße. Ich schrie vor Schmerzen laut auf und weinte doller. Es war schrecklich! Mir tat alles weh und ich war mittlerweile so weit, dass ich nicht mehr leben wollte.
"Wo willst du hin?" Meine Stimme war kaum hörbar und innerlich machte ich mich auf den nächsten Wutausbruch bereit. Er blieb stehen und grinste mich jetzt höhnisch an: "Weißt du es wirklich nicht, mein Schatz?" Bei dem Wort "Schatz" hatte ich das Gefühl mich übergeben zu müssen. Jedes Mal wenn er mich früher so nannte, hatte er mich vorher zusammengeschlagen. "Wir gehen nach Hause."
Nein! Nein! Nein! Bitte, betete ich, bitte, schick mir einen Engel, der mich erlöst! Tränen flossen unaufhörlich über mein Gesicht und ihm schien es zu gefallen, dass ich litt. Natürlich gefiel es ihm! Es hatte ihm schon immer gefallen, wenn ich gelitten habe.
Dann sah ich es. Unsere kleine Hütte mitten im Wald. Weit und Breit war niemand da, der meine Schreie hören könnte. Hier würde er sich alle Zeit der Welt nehmen können und ungestört sein. Wie ich diesen Ort hasste! Wie ich ihn schon immer gehasst hatte. Ich wollte hier nicht sterben.
"Willkommen daheim", flötete er. Willkommen in der Hölle...
Sein Griff war fest und ich konnte seine Fingernägel in meinem Nacken spüren, wie sie immer tiefer in mein Fleisch eindrangen. Egal, was ich versuchen würde, ich saß in der Falle. Er hatte mich endlich erwischt und jetzt würde er es zu ende bringen. Dieses Mal würde ich sterben!
Ohne drauf zu achten, ob ich mitkam, zog er mich durch den dunklen Wald hinter sich her. Kleine Äste und Zweige stachen mir in die nackten Füße. Irgendwann, während ich vor ihm Geflohen war, musste ich wohl meine Schuhe verloren haben. Jetzt würde ich sie sowieso nicht mehr brauchen, gleich war ich sowieso Tod.
"So viel Mühe und endlich hab ich dich wieder", raunte er mürrisch und sein Griff wurde noch fester. Ich wimmerte leise und konnte einfach nicht verstehen, wie er mich überhaupt finden konnte, schließlich hatte ich doch so gut aufgepasst. Wieso musste mir das passier? Diese Frage hatte ich mir seit meiner Flucht dauernd gefragt obwohl es völlig unerheblich war. Es war nun einmal so und ich konnte jetzt auch nichts mehr ändern.
"Dich, Schlampe zu töten, wird mir sehr viel Freude bereiten!"
"Bitte", weinte ich, obwohl ich genau wusste, dass es nichts bringen würde. "Bitte, lass mich gehen! Bitte!"
"Schnauze!", brüllte er und schleuderte mich wütend in den Dreck. "Halt deine elende Fresse!" Wütend trat er mir mit seinem linken Fuß in den Magen. Einmal. Zweimal. Dann packte er mich in den Haaren und riss mich wieder auf die Füße. Ich schrie vor Schmerzen laut auf und weinte doller. Es war schrecklich! Mir tat alles weh und ich war mittlerweile so weit, dass ich nicht mehr leben wollte.
"Wo willst du hin?" Meine Stimme war kaum hörbar und innerlich machte ich mich auf den nächsten Wutausbruch bereit. Er blieb stehen und grinste mich jetzt höhnisch an: "Weißt du es wirklich nicht, mein Schatz?" Bei dem Wort "Schatz" hatte ich das Gefühl mich übergeben zu müssen. Jedes Mal wenn er mich früher so nannte, hatte er mich vorher zusammengeschlagen. "Wir gehen nach Hause."
Nein! Nein! Nein! Bitte, betete ich, bitte, schick mir einen Engel, der mich erlöst! Tränen flossen unaufhörlich über mein Gesicht und ihm schien es zu gefallen, dass ich litt. Natürlich gefiel es ihm! Es hatte ihm schon immer gefallen, wenn ich gelitten habe.
Dann sah ich es. Unsere kleine Hütte mitten im Wald. Weit und Breit war niemand da, der meine Schreie hören könnte. Hier würde er sich alle Zeit der Welt nehmen können und ungestört sein. Wie ich diesen Ort hasste! Wie ich ihn schon immer gehasst hatte. Ich wollte hier nicht sterben.
"Willkommen daheim", flötete er. Willkommen in der Hölle...
Sonntag, 21. Dezember 2014
Meine Anfänge...
So hier mal ein kleiner Auszug aus meiner allerersten, selbst geschriebenen Geschichte "Prinzessin der Nacht", die habe ich von 7 Jahren geschrieben :O wie schnell die Zeit vergeht :O
In der Nacht wachte ich auf und war überrascht als ich neben
mir Leon sah. Er lächelte und flüsterte: „`tschuligung, ich wollte dich nicht
wecken. Ruhe dich aus, du brauchst das. Ich bleibe hier.“
„Du musst müde sein, geh doch ins Bett. Ich komm allein
klar.“ Ich wich seinem Blick aus und fügte hinzu: „Irgendwie.“
„Nichts da, ich bleib hier. Du hättest sehen sollen wie du
dich hin und her gewälzt hast. Nein, ich bleib hier und passe auf, dass du
nicht aus den Bett fällst.“ Er grinste mich an.
„Du siehst aber müde aus und ich werde nicht aus dem Bett
fallen.“ Ich schmollte und er ließ meine Hand los, stand auf und ging.
„Was machst du?“ Er verwirrte mich, da er nicht Richtung Tür
ging, sondern in die Richtung, in der mein Schreibtisch stand.
„Ich hole mir einen Stuhl.“ Seine Stimme klang so, als würde
gerade gesagt haben, dass ich nicht mehr alle Nadeln an der Tanne hätte.
„Warum?“ Ich sah verständnislos in seine Richtung.
„Weil ich nicht wieder geschlagen werden will, wenn du
schläfst.“
„Entschuldige das war keine Absicht. Glaube ich zumindest.“
Ich hörte ihn lachen.
„Irgendwie drängt sich mir der Gedanke auf, dass es mit
Absicht war. Zumindest meintest du, dass ich es verdient hätte.“ Er stellte den Stuhl neben das Bett und sah
mich nachdenklich an.
„Was ist?“, fragte ich nervös.
„Nichts. Ich musste nur kurz nachdenken.“ Ein Lächeln
huschte über sein Gesicht, doch dann sah er wieder ganz ernst aus.
„Worüber hast du nachgedacht?“
„Über alles.“ Seine Antwort war mir zu ungenau, also fragte
ich nach. Ich wollte es genauer wissen. „Über was genau?“ Ich wollte nicht
locker lassen.
„Schlaf jetzt. Ich werde es dir Morgen sagen.“ Er sah mich
nicht an.
„Du lügst, wenn es stimmen würde, könntest du mir in die
Augen sehen.“ Meine Stimme zitterte und mir liefen Tränen über mein Gesicht.
Wieso fing ich denn jetzt schon wieder an zu heulen?
„Hey nicht weinen. Na gut ich verspreche es dir. Ich
verspreche dir, liebe Mel, dass ich es dir sage, Morgen früh.“ Es klag
glaubwürdig, trotzdem hatte ich bedenken.
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