Ich habe schon lange vergessen, seit wann ich aufgehört habe, dir diese Fragen zu stellen, aber letztendlich wird es auch nichts mehr ändern. Alles ist so festgefahren und ich habe keine Kraft mehr darüber nachzudenken. Dennoch möchte ich einmal diese Fragen stellen, die Fragen die ich dir nie stellen kann.
Wieso gibt es für dich nur diesen einen Weg?
Warum stört es dich nicht, dass du alle anderen verletzt?
Interessiert es dich wirklich nicht?
Was muss passieren, damit du aufhörst?
Muss es dafür verletzte geben oder muss dafür jemand sterben?
Weißt du, wie tief verletzt ich bin?
Weißt du, wie enttäuscht ich bin?
Kennst du meine größte Angst?
Kennst du meine dunkelsten Gedanken?
Kannst du überhaupt eine einzige Frage beantworten?
Es gibt wahrscheinlich unendlich viele Fragen, aber auf die werde ich ebenso wenig eine Antwort bekommen, wie auf diese Fragen. Das traurige ist, dass ich mich daran gewöhnt habe und ich schon gar keine Antworten mehr erwarte.
In diesem Blog entführe ich euch in meine Welt und lasse euch an meinen Geschichten teilhaben.
Freitag, 15. Januar 2016
Dienstag, 29. Dezember 2015
Erwählt - Liebe ändert alles!
Seit Anbeginn der Zeit
herrschte Krieg zwischen den beiden Gruppen.
Die einen, die sich der schwarzen Magie zugewandt hatten und all jenen, die sich gegen sie wandten grauenhafte Dinge antaten. Sie nutzen ihre Kräfte nach belieben und immer zu ihrem eigenen Vorteil.
Und dann gab es noch diejenigen , die sich der guten, der weißen Magie zugewandt hatten und mit ihren Mächten Gutes tun wollen. Sie wollten helfen, doch die Menschen hatten Angst bekommen, vor Wesen die mit Magie in Kontakt standen und begannen sie zu jagen.
So kam es, dass die Magier sich versteckten und der Kampf zwischen beiden Gruppen in der Dunkelheit weiter geführt wurde.
Die einen, die sich der schwarzen Magie zugewandt hatten und all jenen, die sich gegen sie wandten grauenhafte Dinge antaten. Sie nutzen ihre Kräfte nach belieben und immer zu ihrem eigenen Vorteil.
Und dann gab es noch diejenigen , die sich der guten, der weißen Magie zugewandt hatten und mit ihren Mächten Gutes tun wollen. Sie wollten helfen, doch die Menschen hatten Angst bekommen, vor Wesen die mit Magie in Kontakt standen und begannen sie zu jagen.
So kam es, dass die Magier sich versteckten und der Kampf zwischen beiden Gruppen in der Dunkelheit weiter geführt wurde.
Nun, ein paar tausend
Jahre später, wurde ein Friedensvertrag unterschrieben, an den sich beide
Gruppen halten müssen. Zwar sind grundsätzlich beide nicht sehr erfreut über
die neue Freundschaft, aber jetzt, wo die Menschen ihnen wieder auf die
Schliche kommen und sie Jagt auf die Magier machen, können sie es sich nicht
erlauben, sich gegenseitig zu bekämpfen.
Denn die Menschen machen keinen Unterschied, ihnen ist es egal welche Magie die Magier benutzen, sie wollen nur, dass die Magier verschwinden.
Denn die Menschen machen keinen Unterschied, ihnen ist es egal welche Magie die Magier benutzen, sie wollen nur, dass die Magier verschwinden.
Mittwoch, 16. Dezember 2015
Der letzte Gedanke
Als mir bewusst wurde, dass es vorbei war, war ich traurig.
Traurig, weil ich nicht mehr Zeit hatte mehr zu erleben und mehr zu erreichen. Ich war irgendwie noch nicht bereit, obwohl ich es schon eine geraume Zeit lang geahnt hatte und seid kurzem wusste ich es auch sicher.
Traurig, weil ich noch nicht bereit war mich von diesen wunderbaren Menschen zu verabschieden, die mich bis hierher begleitetet hatte. Und das war der Grund für meine Wut.
Ich war wütend, weil es nichts gab, dass in meiner Macht stand, um etwas an meiner Situation zu ändern.
Wütend, weil auch sonst niemand in der Lage war es zu ändern oder mir zu erklären wieso, das geschehen musste.
Ich war einfach wütend auf die ganze Welt, weil ich einfach mehr Zeit wollte.
Eigentlich würde mir auch mehr Zeit nichts nutzen, dass wusste ich, aber mir ging es einfach um die Chance wählen zu können.
Und dann war da noch die Angst! Schiere, blanke Panik vor dem Ungewissen. Ich wusste einfach nicht, was auf mich zukam und wie es dann weitergehen würde. Es konnte ja nicht einfach vorbei sein. Das wollte ich nicht und das konnte ich mir auch nicht vorstellen. Dennoch wusste ich es nicht.
Aber hatte ich meine Entscheidung nicht doch selbst getroffen? Immerhin war es mein freier Wille der mich hier her geführt hat. Ich habe eine Wahl getroffen, als ich am Scheideweg stand und diese Wahl hat mich letztlich dazu gebracht etwas zu tun, dass mich hierher geführt hat.
Und dann öffnete ich meine Augen - ein letztes Mal - und ich wusste, dass ich nichts anderes sehen wollte. Es erfüllte mich mit so viel Glück und so viel Frieden, dass alle negativen Gefühle augenblicklich verschwunden waren.
Traurig, weil ich nicht mehr Zeit hatte mehr zu erleben und mehr zu erreichen. Ich war irgendwie noch nicht bereit, obwohl ich es schon eine geraume Zeit lang geahnt hatte und seid kurzem wusste ich es auch sicher.
Traurig, weil ich noch nicht bereit war mich von diesen wunderbaren Menschen zu verabschieden, die mich bis hierher begleitetet hatte. Und das war der Grund für meine Wut.
Ich war wütend, weil es nichts gab, dass in meiner Macht stand, um etwas an meiner Situation zu ändern.
Wütend, weil auch sonst niemand in der Lage war es zu ändern oder mir zu erklären wieso, das geschehen musste.
Ich war einfach wütend auf die ganze Welt, weil ich einfach mehr Zeit wollte.
Eigentlich würde mir auch mehr Zeit nichts nutzen, dass wusste ich, aber mir ging es einfach um die Chance wählen zu können.
Und dann war da noch die Angst! Schiere, blanke Panik vor dem Ungewissen. Ich wusste einfach nicht, was auf mich zukam und wie es dann weitergehen würde. Es konnte ja nicht einfach vorbei sein. Das wollte ich nicht und das konnte ich mir auch nicht vorstellen. Dennoch wusste ich es nicht.
Aber hatte ich meine Entscheidung nicht doch selbst getroffen? Immerhin war es mein freier Wille der mich hier her geführt hat. Ich habe eine Wahl getroffen, als ich am Scheideweg stand und diese Wahl hat mich letztlich dazu gebracht etwas zu tun, dass mich hierher geführt hat.
Und dann öffnete ich meine Augen - ein letztes Mal - und ich wusste, dass ich nichts anderes sehen wollte. Es erfüllte mich mit so viel Glück und so viel Frieden, dass alle negativen Gefühle augenblicklich verschwunden waren.
Dienstag, 3. November 2015
Lang, lang ists her...
So nach langer Zeit gibt es mal wieder etwas neues :)
Trüber, grauer Nebel waberte über das Ufer des Sees vor dem ich stand. Mir lief es eiskalt den Rücken herunter. Sie würden schon bald hier sein und ich hatte ihnen das Tor geöffnet. Was hatte ich mir nur gedacht, dass Tor zur Hölle zu öffnen, damit die Welt ins Chaos zu stürzen und sie wahrscheinlich zu zerstören?
Richtig! Ich hatte - wie üblich - nicht gedacht!
Wieder hatte ich gehandelt, nur um sie zu beschützen! Wenn mein Bruder noch leben würde, hätte er mir wohl kräftig den Arsch aufgerissen, doch letzten Endes hätte er mir dennoch den Rücken freigehalten. Schon immer war er der Kopf und ich die Muskeln gewesen. Allerdings hätte er mich gefragt, ernst wie er nun einmal war, ob sie es Wert war, dafür den Weltuntergang herbeizuführen.
Und verdammt ja, sie war all das hier Wert!
Sie war meine Göttin - im wahrsten Sinne des Wortes. Einst hat sie mir mein Leben gerettet und dafür habe ich es ihr geschenkt. Mein Leben war nun an das ihre geknüpft. Selbst wenn ich wollte, konnte ich nicht anders als sie zu beschützen.
"Bitte", flehte ihr Stimme verzweifelt hinter mir und ich brauchte sie nicht einmal ansehen um zu wissen, dass sie Tränen in den Augen hatte. "Das kann nicht die Lösung sein. Bitte, Dante, noch bleibt uns etwas Zeit das Tor wieder zu schließen."
"Sie werden dich töten, wenn ich es wieder verschließe, nein, dass kann ich nicht zulassen!"
"Mein Leben ist ein solches Massaker doch gar nicht Wert, Dante! Schließe sofort das Tor!" Ihre Verzweiflung hatte ihrer Wut platz gemacht und sie hatte wieder diesen erhabenen Ton angeschlagen, den ich so sehr hasste.
"Wenn du willst, dass ich es schließe, dann zwing mich dazu!", knurrte ich wütend. "Befehlt es mir Herrin und ich werde gehorchen." Wenn es etwas gab, dass sie wirklich hasste, dann dass ich sie förmlich ansprach, wenn ich ihr das Gefühl vermittelte, dass sie mir überlegen war. Auch wenn es der Wahrheit entsprach, denn sie war nun mal eine Göttin und ich war ein einfacher Söldner, vertraute nur mir selbst und seit dem sie da war, vertraute ich auch ihr.
Für einen Moment war es totenstill, dann donnerte ihre göttliche Stimme los: "Dante, ich befehle dir das Tor zur Hölle zu schließen! Sofort!"
Ich konnte ihre göttliche Macht in jeder Faser meines Körpers spüren, konnte nicht anders als mich ihrem Willen zu beugen und das Tor zu schließen.
Mit beiden Händen umfasste ich den eisigen Griff des Schwertes, dass ich zuvor in den großen Stein gestoßen hatte, um das Tor zu öffnen. Jetzt allerdings zog ich es in einer sauberen, fließenden Bewegen aus dem Stein heraus, wirbelte zu ihr herum und stürzte mich in den dichten Nebel, der uns bereits vollständig umgab...
Keuchend und schweißgebadet fuhr ich aus dem Schlaf. Wieder dieser Traum. Ein Traum, der sich jedes Mal so echt anfühlte, sodass ich immer noch diese gewaltige Macht spüren konnte, die nur von einem Gott oder einer Göttin - meiner Göttin - ausgehen konnte. Langsam schob ich die Beine aus meinem Bett und richtete mich auf. Ich verstand diesen Traum einfach nicht. Jedes Mal war es danach so, als wäre alles in meinem Leben ein Traum und dieser abstruse Traum wäre die Wirklichkeit.
Auf der anderen Seite des Raumes lag mein Bruder in seinem Bett und schlief...
Trüber, grauer Nebel waberte über das Ufer des Sees vor dem ich stand. Mir lief es eiskalt den Rücken herunter. Sie würden schon bald hier sein und ich hatte ihnen das Tor geöffnet. Was hatte ich mir nur gedacht, dass Tor zur Hölle zu öffnen, damit die Welt ins Chaos zu stürzen und sie wahrscheinlich zu zerstören?
Richtig! Ich hatte - wie üblich - nicht gedacht!
Wieder hatte ich gehandelt, nur um sie zu beschützen! Wenn mein Bruder noch leben würde, hätte er mir wohl kräftig den Arsch aufgerissen, doch letzten Endes hätte er mir dennoch den Rücken freigehalten. Schon immer war er der Kopf und ich die Muskeln gewesen. Allerdings hätte er mich gefragt, ernst wie er nun einmal war, ob sie es Wert war, dafür den Weltuntergang herbeizuführen.
Und verdammt ja, sie war all das hier Wert!
Sie war meine Göttin - im wahrsten Sinne des Wortes. Einst hat sie mir mein Leben gerettet und dafür habe ich es ihr geschenkt. Mein Leben war nun an das ihre geknüpft. Selbst wenn ich wollte, konnte ich nicht anders als sie zu beschützen.
"Bitte", flehte ihr Stimme verzweifelt hinter mir und ich brauchte sie nicht einmal ansehen um zu wissen, dass sie Tränen in den Augen hatte. "Das kann nicht die Lösung sein. Bitte, Dante, noch bleibt uns etwas Zeit das Tor wieder zu schließen."
"Sie werden dich töten, wenn ich es wieder verschließe, nein, dass kann ich nicht zulassen!"
"Mein Leben ist ein solches Massaker doch gar nicht Wert, Dante! Schließe sofort das Tor!" Ihre Verzweiflung hatte ihrer Wut platz gemacht und sie hatte wieder diesen erhabenen Ton angeschlagen, den ich so sehr hasste.
"Wenn du willst, dass ich es schließe, dann zwing mich dazu!", knurrte ich wütend. "Befehlt es mir Herrin und ich werde gehorchen." Wenn es etwas gab, dass sie wirklich hasste, dann dass ich sie förmlich ansprach, wenn ich ihr das Gefühl vermittelte, dass sie mir überlegen war. Auch wenn es der Wahrheit entsprach, denn sie war nun mal eine Göttin und ich war ein einfacher Söldner, vertraute nur mir selbst und seit dem sie da war, vertraute ich auch ihr.
Für einen Moment war es totenstill, dann donnerte ihre göttliche Stimme los: "Dante, ich befehle dir das Tor zur Hölle zu schließen! Sofort!"
Ich konnte ihre göttliche Macht in jeder Faser meines Körpers spüren, konnte nicht anders als mich ihrem Willen zu beugen und das Tor zu schließen.
Mit beiden Händen umfasste ich den eisigen Griff des Schwertes, dass ich zuvor in den großen Stein gestoßen hatte, um das Tor zu öffnen. Jetzt allerdings zog ich es in einer sauberen, fließenden Bewegen aus dem Stein heraus, wirbelte zu ihr herum und stürzte mich in den dichten Nebel, der uns bereits vollständig umgab...
Keuchend und schweißgebadet fuhr ich aus dem Schlaf. Wieder dieser Traum. Ein Traum, der sich jedes Mal so echt anfühlte, sodass ich immer noch diese gewaltige Macht spüren konnte, die nur von einem Gott oder einer Göttin - meiner Göttin - ausgehen konnte. Langsam schob ich die Beine aus meinem Bett und richtete mich auf. Ich verstand diesen Traum einfach nicht. Jedes Mal war es danach so, als wäre alles in meinem Leben ein Traum und dieser abstruse Traum wäre die Wirklichkeit.
Auf der anderen Seite des Raumes lag mein Bruder in seinem Bett und schlief...
Samstag, 16. Mai 2015
Tief Verletzt
Nur weil ich an einem Scheideweg stand hieß es nicht, dass ich nicht wusste, wohin ich gehen musste, ganz gleich ob ich ihn damit verletzten würde. Für mich würde diese Entscheidung nicht leicht werden, aber er hatte mich zu sehr weh getan.
Er war einfach gegangen, als ich ihm am meisten gebraucht hatte und jetzt war ich noch nicht bereit ihm zu verzeihen. Dort wo einmal unerschütterliches Vertrauen war ist nun ein großes Loch.
Wo er nun so vor mir stand, war ich mir plötzlich gar nicht mehr so sicher, dass ich ihn wirklich wegschicken konnte, aber ich brauchte Abstand!
"Ich habe dich verletzt und das tut mir leid!"
"Es ist schlimmer als das! Ich habe dich angefleht zu bleiben, ich habe dir gesagt, dass es keinen größeren Verrat gibt, als mich zu verlassen und du bist dennoch gegangen!"
"Ich dachte, so könnte ich dich beschützen", bemühte er sich zu erklären, doch ich kannte seine Argumente schon, es waren die selben wie damals.
"Du kannst mich nicht vor dem Schicksal beschützen!"
"Und ich konnte nicht tatenlos dabei zusehen, wie ich deinen Tod verursachen würde, denn danach sah alles aus!" Er schrie mich zornig an. "Ja und jetzt halte mir noch vor, dass ich dich gar nicht töten kann! Ich habe dich allein gelassen und damit fürchterlich verletzt, aber ich möchte dich dennoch bitten, mir zu verzeihen. All das habe ich nur getan, weil ich dich liebe und ich einfach nicht in einer Welt ohne dich leben kann!"
"Ich kann es nicht, es tut mir leid, noch nicht! Jetzt möchte ich fürs erste meine Ruhe haben und allein sein", erwiderte ich und drehte ihm den Rücken zu und starrte aus dem Fenster. Draußen ging gerade die Frühlingssonne unter, die für einen sehr warmen Tag gesorgt hatte. An diesem Nachmittag war ich mit meiner kleinen Nichte draußen und sie hat ihre ersten Schritte gemacht. Und jetzt bekam der Abend so ein schreckliches Ende.
"Ich liebe dich und irgendwann wirst du mir verzeihen können..."
Ehe ich etwas erwidern konnte, war er auch schon verschwunden und war allein. Wieder.
Er war einfach gegangen, als ich ihm am meisten gebraucht hatte und jetzt war ich noch nicht bereit ihm zu verzeihen. Dort wo einmal unerschütterliches Vertrauen war ist nun ein großes Loch.
Wo er nun so vor mir stand, war ich mir plötzlich gar nicht mehr so sicher, dass ich ihn wirklich wegschicken konnte, aber ich brauchte Abstand!
"Ich habe dich verletzt und das tut mir leid!"
"Es ist schlimmer als das! Ich habe dich angefleht zu bleiben, ich habe dir gesagt, dass es keinen größeren Verrat gibt, als mich zu verlassen und du bist dennoch gegangen!"
"Ich dachte, so könnte ich dich beschützen", bemühte er sich zu erklären, doch ich kannte seine Argumente schon, es waren die selben wie damals.
"Du kannst mich nicht vor dem Schicksal beschützen!"
"Und ich konnte nicht tatenlos dabei zusehen, wie ich deinen Tod verursachen würde, denn danach sah alles aus!" Er schrie mich zornig an. "Ja und jetzt halte mir noch vor, dass ich dich gar nicht töten kann! Ich habe dich allein gelassen und damit fürchterlich verletzt, aber ich möchte dich dennoch bitten, mir zu verzeihen. All das habe ich nur getan, weil ich dich liebe und ich einfach nicht in einer Welt ohne dich leben kann!"
"Ich kann es nicht, es tut mir leid, noch nicht! Jetzt möchte ich fürs erste meine Ruhe haben und allein sein", erwiderte ich und drehte ihm den Rücken zu und starrte aus dem Fenster. Draußen ging gerade die Frühlingssonne unter, die für einen sehr warmen Tag gesorgt hatte. An diesem Nachmittag war ich mit meiner kleinen Nichte draußen und sie hat ihre ersten Schritte gemacht. Und jetzt bekam der Abend so ein schreckliches Ende.
"Ich liebe dich und irgendwann wirst du mir verzeihen können..."
Ehe ich etwas erwidern konnte, war er auch schon verschwunden und war allein. Wieder.
Dienstag, 31. März 2015
Entscheidungen...
Die Bäume knarrten und bogen sich im Sturm, der Regen prasselte nur so auf sie ein. Von dem sonnigen, warmen Tag ist nichts mehr übrig geblieben geblieben, aber das Lächeln wärmte jedem das Herz. Sie strahlte bis über beide Ohren und konnte den tollen Nachmittag mit dem mysteriösen Fremden nicht vergessen. Auch wenn sie sich vorher nie begegnet sind, kam es ihr dennoch so vor als könne sie ihm alles anvertrauen.
Eigentlich hätte sie da schon stutzig werden müssen. Das ganze Treffen, was eigentlich zufällig gewesen war, war aber alles andere als das gewesen, denn er hatte sie schon seit Wochen beobachtet und auf den passenden Moment abgewartet um sie anzusprechen. Er war nicht verrückt oder so! Er war einfach nur von ihr fasziniert. Ihm war völlig unklar, wie man so ruhig und lieb sein konnte, wie sie es immer war.
In all der Zeit hatte sie sich nie mit irgendwem gestritten oder auch nur ein hitzige Diskussion gehabt. Sobald es irgendwie Unstimmigkeiten gegeben hatte, schaffte sie es ihr gegenüber umzustimmen oder sie gab nach und schloss sie der anderen Meinung an. Auch wenn sie im Recht war.
Und jetzt wo er sie kennengelernt hat, war er einfach hin und weg. Sie war nicht nur bildhübsch und freundlich sondern auch intelligent und charmant. Er freute sich schon darauf sie bald wiederzutreffen und sich dabei nicht wieder verstecken zu müssen.
Weil er noch immer so verzückt war, hatte er sie aus den Augen verloren und hatte keine Ahnung, wo er nach ihr suchen sollte...
Wie oft hatte man ihr schon gesagt, sie solle nicht abends spät durch den kleinen Wald laufen? Schon gar nicht allein! Aber heute fühlte sie sich einfach unbesiegbar und ignorierte jede Warnung. Es war schon spät und bei diesem schrecklichen Regen wollte sie nur noch nach Hause.
Doch sie hätte lieber den Weg an der Straße nehmen sollen, denn heute würde es eine weitere Begegnung geben, mit jemandem, der ihr nicht so wohlgesonnen sein würde...
Es war so töricht zu glauben, es könne ihr nicht passieren...
Eigentlich hätte sie da schon stutzig werden müssen. Das ganze Treffen, was eigentlich zufällig gewesen war, war aber alles andere als das gewesen, denn er hatte sie schon seit Wochen beobachtet und auf den passenden Moment abgewartet um sie anzusprechen. Er war nicht verrückt oder so! Er war einfach nur von ihr fasziniert. Ihm war völlig unklar, wie man so ruhig und lieb sein konnte, wie sie es immer war.
In all der Zeit hatte sie sich nie mit irgendwem gestritten oder auch nur ein hitzige Diskussion gehabt. Sobald es irgendwie Unstimmigkeiten gegeben hatte, schaffte sie es ihr gegenüber umzustimmen oder sie gab nach und schloss sie der anderen Meinung an. Auch wenn sie im Recht war.
Und jetzt wo er sie kennengelernt hat, war er einfach hin und weg. Sie war nicht nur bildhübsch und freundlich sondern auch intelligent und charmant. Er freute sich schon darauf sie bald wiederzutreffen und sich dabei nicht wieder verstecken zu müssen.
Weil er noch immer so verzückt war, hatte er sie aus den Augen verloren und hatte keine Ahnung, wo er nach ihr suchen sollte...
Wie oft hatte man ihr schon gesagt, sie solle nicht abends spät durch den kleinen Wald laufen? Schon gar nicht allein! Aber heute fühlte sie sich einfach unbesiegbar und ignorierte jede Warnung. Es war schon spät und bei diesem schrecklichen Regen wollte sie nur noch nach Hause.
Doch sie hätte lieber den Weg an der Straße nehmen sollen, denn heute würde es eine weitere Begegnung geben, mit jemandem, der ihr nicht so wohlgesonnen sein würde...
Es war so töricht zu glauben, es könne ihr nicht passieren...
Samstag, 28. März 2015
Ein Hauch von Nichts
Nichts...
Das war alles, was von meinem Leben übrig war.
Als ich noch gelebt habe, als ich noch einen Grund hatte, Tag für Tag aufzustehen und jeden Tag zu leben, wusste ich nicht, wie es sich anfühlte Tod zu sein. Es war schrecklich! Schmerz und Trauer waren mir als einziges geblieben und mir war klar, schon in der ersten Sekunde, dass ich so nicht weiter machen konnte - geschweige denn weiter machen wollte!
Jetzt stand ich hier oben, auf irgendeiner Brücke und starrte in den Fluss unter mir. Kalter Wind peitschte mir ins Gesicht und riss an meinen Kleidern.
Seit er mich verlassen hatte - seit er gegangen war - war nicht viel Zeit vergangen, aber ich wollte ihm folgen! Jede Faser meines Körpers verlangte es sogar von mir!
"SPRING!", schrie er, "GEH ZU IHM!"
So unerträglich der Verlust von ihm auch war und so sehr ich mir wünschte wieder bei ihm zu sein, wusste ich nicht, ob es der richtige Weg war jetzt einfach zu springen. Aber was hielt mich denn schon hier?
Schmerz und Trauer...
Das konnte doch nicht alles sein? Dafür sollte ich noch einen einzigen Tag länger aufstehen? Nur noch einen Tag länger diese Farce ertragen?
"NEIN!"
Ich kann mich frei entscheiden...
Das war alles, was von meinem Leben übrig war.
Als ich noch gelebt habe, als ich noch einen Grund hatte, Tag für Tag aufzustehen und jeden Tag zu leben, wusste ich nicht, wie es sich anfühlte Tod zu sein. Es war schrecklich! Schmerz und Trauer waren mir als einziges geblieben und mir war klar, schon in der ersten Sekunde, dass ich so nicht weiter machen konnte - geschweige denn weiter machen wollte!
Jetzt stand ich hier oben, auf irgendeiner Brücke und starrte in den Fluss unter mir. Kalter Wind peitschte mir ins Gesicht und riss an meinen Kleidern.
Seit er mich verlassen hatte - seit er gegangen war - war nicht viel Zeit vergangen, aber ich wollte ihm folgen! Jede Faser meines Körpers verlangte es sogar von mir!
"SPRING!", schrie er, "GEH ZU IHM!"
So unerträglich der Verlust von ihm auch war und so sehr ich mir wünschte wieder bei ihm zu sein, wusste ich nicht, ob es der richtige Weg war jetzt einfach zu springen. Aber was hielt mich denn schon hier?
Schmerz und Trauer...
Das konnte doch nicht alles sein? Dafür sollte ich noch einen einzigen Tag länger aufstehen? Nur noch einen Tag länger diese Farce ertragen?
"NEIN!"
Ich kann mich frei entscheiden...
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