Es ist ok.
Ein Satz. Eine Lüge. Ein Desaster.
Und wahrscheinlich die Lüge, die jeder von uns so oft sagt, dass wir sie mittlerweile selbst schon glauben. Auch ich sage mir andauernd, dass es ok ist. Aber das ist es nicht. Es wird es auch nicht mehr werden. Du hast einen Teil von mir verstört. Vernichtet und ermordet! Damit muss ich jetzt leben.
Es ist ok.
Aber ich werde es nicht mehr dulden, dass du mir weiterhin das Leben ruinierst. Du hattest die Wahl und du hast dich entschieden, so wie ich mich entschieden habe. Eine Entscheidung die mich dazu bringt dich zu hassen. Mich zu hassen. Jener Teil der mir fehlte wurde ersetzt. Ersetzt durch Hass den ich nicht fühlen kann. Ich hasse, weil ich nicht hassen kann. Mich nicht. Dich nicht. Aber es gibt kein Zurück. Nicht für mich. Nicht für dich.
Es ist ok.
Wir standen einst an einer Kreuzung und jeder ging seinen Weg, vergaß dabei, dass die Wege uns trennen würden. Ein Weg ohne zurück. Jetzt stehe ich alleine da und versuche zu verstehen. Ich versuche zu verstehen, was nicht verstanden werden will. Kein Vorwärts. Kein Rückwärts. Keinen Stillstand. Nur der freie Fall. Ich weiß nicht wo ich landen werde, aber ich weiß, dass mich der Fall nicht zu dir bringt. Alle Wege führen nach Rom, aber keiner führt zu dir.
Es ist ok.
Endlich habe ich verstanden. Ich habe verstanden, dass ich dich nicht hassen kann. Ich habe verstanden, dass ich dich lieben muss. Ich habe verstanden, dass der Hass bleiben wird, wie die Liebe bleibt. Licht und Dunkel. Tag und Nacht. Liebe und Hass.
Es ist nicht ok.
In diesem Blog entführe ich euch in meine Welt und lasse euch an meinen Geschichten teilhaben.
Sonntag, 19. März 2017
Freitag, 24. Februar 2017
Fluchtweg
Keine Ahnung wie lange ich hier saß und dieses verdammte Ding anstarrte. Es machte mich fertig! Ich wusste, wenn es las und ich aufflog würde ich nicht nur Ärger bekommen, sondern würde wohl um mein Leben betteln müssen. Aber wenn ich es nicht las würden sehr viele gute Menschen - unschuldige Menschen sterben.
"Hast du herausgefunden wo er es versteckt?", fragte er nervös und strich sich mit der Hand durch das Haar. Ich konnte beinahe seine Angst riechen.
"Sccht!", machte ich und funkelte ihn wütend an. Wusste er eigentlich, was er hier von mir verlangte?
Es ging um geheime Infos über das Vorhaben meines Stiefvaters, die das ganze System unserer Stadt verändern konnten, wenn wir sie in die Finger bekommen würden. Zumindest betrifft es am Anfang unsere Stadt, dann wird es wahrscheinlich ziemlich große Wellen schlagen und wird dann das Land und dann die Welt verändern. So war es auf jeden Fall geplant. Wenn ich jetzt nicht endlich die Informationen beschaffte, die man von mir erwartete, würde man mich öffentlich hinrichten und an mir ein Exempel statuieren. Meiner Mutter würde es das Herz brechen, aber sie würde nicht den Mut aufbringen sich gegen meinen Stiefvater aufzulehnen.
"Beeil dich mal! Ich hab keine Lust morgen die Hauptattraktion zu sein", murrte er. Wieder strich er sich durchs Haar.
"Jaja", erwiderte ich leise und schlug endlich den Hefter auf. Auf den ersten Seiten stand nichts wichtiges. Irgendwelche Verträge und Rechnungen, die nichts mit meinem Vorhaben zu tun hat. Doch dann fand ich endlich die Notiz nach der ich suchen sollte. Hektisch riss ich sie aus dem Hefter, schlug diesen zu, stellte ihn zurück und stopfte den Zettel in meine Hosentasche.
"Komm!", sagte ich, griff nach seiner Hand und wollte gerade die Tür öffnen als ich von der anderen Seite Schritte und Stimmen hörte.
SCHEIßE!, dachte ich panisch und sah mich nach einem alternativen Ausweg um. Aber es gab keinen, dass wusste ich schon vorher. Es gab nur diesen einen Weg. Mein Stiefvater hatte aus seinem Arbeitszimmer eine Art Festung erstellen lassen, allerdings nur wenn man die richtigen Codes kannte. Und die kannte ich nicht. Wahrscheinlich kannte niemand die Codes außer ihm natürlich. Ich wirbelte ein paar Mal im Kreis und wusste, dass wir in der Falle saßen, auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte.
"Was jetzt?", fragte er verzweifelt. Keine Ahnung, dachte ich und wusste, dass das unser Todesurteil sein würde. Wir würden hier nicht ungesehen herauskommen und dass würde bedeuten, dass mein Stiefvater erfährt, dass ich in seinem Büro war und dann würde er eins und eins zusammenzählen und...
Die Klinke der Tür wurde quälend langsam heruntergedrückt. Mit geschlossenen Augen stellte ich mich meinem unweigerlichem Schicksal. Doch dann wurde ich gegen die Tür gedrückt und Lippen berührten sanft meine Lippen. Was passierte hier denn gerade? Ich öffnete die Augen wieder, weil ich sehen wollte. Ich wollte begreifen was hier los ist und als ich ihn erblickte, so Nahe, stockte mir der Atem. Aber ich atmete schon nicht mehr. Als seine Finger jetzt von meinem Nacken mein Schlüsselbein entlang fuhren, vergaß ich alles. Meine Finger vergruben sich in seinem Haar und ich presste meinen Körper gegen seinen. Auch der Kuss veränderte sich schlagartig. Aus den vorsichtigen Berührung wurde pures Verlangen. Sehnsüchtiges Verlangen! Er fühlte sich so heiß an und vertraut, gleichzeitig aber auch aufregend neu.
"Was ist denn... ?", fragte eine männliche Stimme von der anderen Seite der Tür und drückte mehrfach kräftig gegen diese um sie zu öffnen. Keuchend lösten wir uns voneinander und ich musste mich zusammenreißen, dass ich ihn nicht sofort wieder küsste. Wir traten von der Tür und dabei fiel mir auf, dass er mich immer noch fest an sich drückte.
Die beiden Männer die jetzt ins Büro traten sahen uns erst überrascht und dann etwas peinlich berührt an. Ich kannte keinen der Beiden gut, aber ich wusste, dass die Geschäfte mit meinem Stiefvater machten.
"Was machen Sie denn hier?", fragte der Dicke mich.
"Ich... also ich mache...", stotterte ich und sah ihn hilfesuchend an.
"Das ist meine Schuld", sagte er und sah besonders schuldbewusst drein. Er hatte einfach so ein Gesicht dem man vertrauen musste. So hatte er es auch damals geschafft, dass ich mich ihm und den Rebellen angeschlossen hatte. "Wir wollten... ich hab sie so lange nicht gesehen..."
"Wir sollten jetzt gehen", erwiderte ich und zog ihn aus dem Büro. Kaum hatten wir es verlassen zog ich ihn noch mal zu mir und küsste ihn abermals. Ich hörte einen der Beiden noch etwas über die Jugend von heute und wenig anstand sagen, dann ging die Tür zu und irgendwie hatte er es geschafft uns unser Leben zu retten.
"Hast du herausgefunden wo er es versteckt?", fragte er nervös und strich sich mit der Hand durch das Haar. Ich konnte beinahe seine Angst riechen.
"Sccht!", machte ich und funkelte ihn wütend an. Wusste er eigentlich, was er hier von mir verlangte?
Es ging um geheime Infos über das Vorhaben meines Stiefvaters, die das ganze System unserer Stadt verändern konnten, wenn wir sie in die Finger bekommen würden. Zumindest betrifft es am Anfang unsere Stadt, dann wird es wahrscheinlich ziemlich große Wellen schlagen und wird dann das Land und dann die Welt verändern. So war es auf jeden Fall geplant. Wenn ich jetzt nicht endlich die Informationen beschaffte, die man von mir erwartete, würde man mich öffentlich hinrichten und an mir ein Exempel statuieren. Meiner Mutter würde es das Herz brechen, aber sie würde nicht den Mut aufbringen sich gegen meinen Stiefvater aufzulehnen.
"Beeil dich mal! Ich hab keine Lust morgen die Hauptattraktion zu sein", murrte er. Wieder strich er sich durchs Haar.
"Jaja", erwiderte ich leise und schlug endlich den Hefter auf. Auf den ersten Seiten stand nichts wichtiges. Irgendwelche Verträge und Rechnungen, die nichts mit meinem Vorhaben zu tun hat. Doch dann fand ich endlich die Notiz nach der ich suchen sollte. Hektisch riss ich sie aus dem Hefter, schlug diesen zu, stellte ihn zurück und stopfte den Zettel in meine Hosentasche.
"Komm!", sagte ich, griff nach seiner Hand und wollte gerade die Tür öffnen als ich von der anderen Seite Schritte und Stimmen hörte.
SCHEIßE!, dachte ich panisch und sah mich nach einem alternativen Ausweg um. Aber es gab keinen, dass wusste ich schon vorher. Es gab nur diesen einen Weg. Mein Stiefvater hatte aus seinem Arbeitszimmer eine Art Festung erstellen lassen, allerdings nur wenn man die richtigen Codes kannte. Und die kannte ich nicht. Wahrscheinlich kannte niemand die Codes außer ihm natürlich. Ich wirbelte ein paar Mal im Kreis und wusste, dass wir in der Falle saßen, auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte.
"Was jetzt?", fragte er verzweifelt. Keine Ahnung, dachte ich und wusste, dass das unser Todesurteil sein würde. Wir würden hier nicht ungesehen herauskommen und dass würde bedeuten, dass mein Stiefvater erfährt, dass ich in seinem Büro war und dann würde er eins und eins zusammenzählen und...
Die Klinke der Tür wurde quälend langsam heruntergedrückt. Mit geschlossenen Augen stellte ich mich meinem unweigerlichem Schicksal. Doch dann wurde ich gegen die Tür gedrückt und Lippen berührten sanft meine Lippen. Was passierte hier denn gerade? Ich öffnete die Augen wieder, weil ich sehen wollte. Ich wollte begreifen was hier los ist und als ich ihn erblickte, so Nahe, stockte mir der Atem. Aber ich atmete schon nicht mehr. Als seine Finger jetzt von meinem Nacken mein Schlüsselbein entlang fuhren, vergaß ich alles. Meine Finger vergruben sich in seinem Haar und ich presste meinen Körper gegen seinen. Auch der Kuss veränderte sich schlagartig. Aus den vorsichtigen Berührung wurde pures Verlangen. Sehnsüchtiges Verlangen! Er fühlte sich so heiß an und vertraut, gleichzeitig aber auch aufregend neu.
"Was ist denn... ?", fragte eine männliche Stimme von der anderen Seite der Tür und drückte mehrfach kräftig gegen diese um sie zu öffnen. Keuchend lösten wir uns voneinander und ich musste mich zusammenreißen, dass ich ihn nicht sofort wieder küsste. Wir traten von der Tür und dabei fiel mir auf, dass er mich immer noch fest an sich drückte.
Die beiden Männer die jetzt ins Büro traten sahen uns erst überrascht und dann etwas peinlich berührt an. Ich kannte keinen der Beiden gut, aber ich wusste, dass die Geschäfte mit meinem Stiefvater machten.
"Was machen Sie denn hier?", fragte der Dicke mich.
"Ich... also ich mache...", stotterte ich und sah ihn hilfesuchend an.
"Das ist meine Schuld", sagte er und sah besonders schuldbewusst drein. Er hatte einfach so ein Gesicht dem man vertrauen musste. So hatte er es auch damals geschafft, dass ich mich ihm und den Rebellen angeschlossen hatte. "Wir wollten... ich hab sie so lange nicht gesehen..."
"Wir sollten jetzt gehen", erwiderte ich und zog ihn aus dem Büro. Kaum hatten wir es verlassen zog ich ihn noch mal zu mir und küsste ihn abermals. Ich hörte einen der Beiden noch etwas über die Jugend von heute und wenig anstand sagen, dann ging die Tür zu und irgendwie hatte er es geschafft uns unser Leben zu retten.
Donnerstag, 19. Januar 2017
Zukunftsblick
Eigentlich war es einer dieser Tage, an die man sich später nicht mehr erinnern würde. Wahrscheinlich würde ich ihn auch irgendwann vergessen, immerhin war nichts besonderes passiert. Dennoch konnte ich die Magie des Tages deutlich spüren. Sie wischte alle Schleier weg und zeigte mir, was ich schon längst wusste, noch deutlicher.
Die wunderbarste Frau der Welt - meine Frau! - stand mit den Füßen bis zu den Knöcheln im Wasser und sah der Sonne beim Untergehen zu. Diese tolle Frau, die so viel für das bisschen Frieden hatte opfern müssen, stand reglos da und genoss die letzten Sonnenstrahlen. Das lange Kleid, dass sie trug war unter schon fast bis zu den Knien nass, doch das schien sie überhaupt nicht zu stören.
Kurz hatte ich überlegt zu ihr zu gehen, sie einfach fest in die Arme zu schließen und sie nicht mehr los zu lassen. Dann hatte ich aber bemerkt, dass sie sich mit jemandem unterhielt. Da ich niemanden sehen konnte wusste ich genau mit wem sie sprach. Mit ihrem engsten Vertrauten, dem Mann, dem ich es zu verdanken habe, dass sie heute noch hier bei mir ist. Damals habe ich angefangen an Wunder zu glauben. Ich habe es einfach nicht fassen können, dass sie wieder bei mir war - nach all der Zeit, nach all den Jahren.
Und jetzt stand uns das nächste Wunder bevor. Es war so unglaublich und ich konnte es einfach nicht fassen, geschweige denn in Worte fassen. Außerdem hatte ich Angst, wenn ich es Laut ausspreche, dass es dann nicht war wird. Dieses Geschenk war mir einfach viel zu kostbar um es verlieren zu können.
"Hey, du Träumer!", sagte sie, stieß mich an und lächelte mich an. "Worüber denkst du nach?"
"Wie froh ich bin, dass ich dich hab!"
"Uns hast! Du meinst doch wohl, wie froh du bist, dass du uns hast!" Als sie "uns" legt sie meine Hand auf ihren, mittlerweile ziemlich dicken Bauch.
"Ich bin unendlich froh euch zu haben und ich liebe euch." Ich ging in die Hocke, legte auch noch meine zweite Hand auf ihren Bauch und flüsterte: "Aber dich liebe ich noch mehr als die Mama."
Die wunderbarste Frau der Welt - meine Frau! - stand mit den Füßen bis zu den Knöcheln im Wasser und sah der Sonne beim Untergehen zu. Diese tolle Frau, die so viel für das bisschen Frieden hatte opfern müssen, stand reglos da und genoss die letzten Sonnenstrahlen. Das lange Kleid, dass sie trug war unter schon fast bis zu den Knien nass, doch das schien sie überhaupt nicht zu stören.
Kurz hatte ich überlegt zu ihr zu gehen, sie einfach fest in die Arme zu schließen und sie nicht mehr los zu lassen. Dann hatte ich aber bemerkt, dass sie sich mit jemandem unterhielt. Da ich niemanden sehen konnte wusste ich genau mit wem sie sprach. Mit ihrem engsten Vertrauten, dem Mann, dem ich es zu verdanken habe, dass sie heute noch hier bei mir ist. Damals habe ich angefangen an Wunder zu glauben. Ich habe es einfach nicht fassen können, dass sie wieder bei mir war - nach all der Zeit, nach all den Jahren.
Und jetzt stand uns das nächste Wunder bevor. Es war so unglaublich und ich konnte es einfach nicht fassen, geschweige denn in Worte fassen. Außerdem hatte ich Angst, wenn ich es Laut ausspreche, dass es dann nicht war wird. Dieses Geschenk war mir einfach viel zu kostbar um es verlieren zu können.
"Hey, du Träumer!", sagte sie, stieß mich an und lächelte mich an. "Worüber denkst du nach?"
"Wie froh ich bin, dass ich dich hab!"
"Uns hast! Du meinst doch wohl, wie froh du bist, dass du uns hast!" Als sie "uns" legt sie meine Hand auf ihren, mittlerweile ziemlich dicken Bauch.
"Ich bin unendlich froh euch zu haben und ich liebe euch." Ich ging in die Hocke, legte auch noch meine zweite Hand auf ihren Bauch und flüsterte: "Aber dich liebe ich noch mehr als die Mama."
Donnerstag, 24. November 2016
Abschied nehmen
Dieses Wissen in sich zu tragen, ist es, was alles so schmerzlich macht. Zu wissen, dass es das Beste für dich ist, macht es einfach nicht besser. Es macht es noch schlimmer. Denn ich weiß, dass ich dir einfach nicht mehr helfen kann. Es macht mir bewusst, wie machtlos - wie hilflos ich eigentlich bin. Jetzt kann ich nur noch eines tun: dich lieben. Ich liebe dich und werde für dich da sein. Manchmal muss das einfach reichen. Und es reicht aus, um dich glücklich zu machen.
Wie es war mit dir zu leben, kann ich dir nicht beschreiben. Es ist egoistisch, dass ich mir wünsche du würdest noch etwas länger durchhalten, denn das würde bedeuten, dass du auch noch länger leiden würdest. Und diesen Gedanken ertrage ich nicht. Ich wünsche dir, dass dein Leiden ein Ende findet, schmerzfrei und friedlich. Ich wünsche dir Ruhe und Frieden.
Wie es war mit dir zu leben, kann ich dir nicht beschreiben. Es ist egoistisch, dass ich mir wünsche du würdest noch etwas länger durchhalten, denn das würde bedeuten, dass du auch noch länger leiden würdest. Und diesen Gedanken ertrage ich nicht. Ich wünsche dir, dass dein Leiden ein Ende findet, schmerzfrei und friedlich. Ich wünsche dir Ruhe und Frieden.
Freitag, 11. November 2016
Wege der Siegerin
Das Nichts. Es war nicht von Dauer, wie ich es gehofft hatte. Es verschwand. Schnell. Es wich dem Hass. Echter Hass, der zuvor Liebe war. Liebe die ich verloren hatte. Verloren mit meinem Geliebten. Und es war allein ihre Schuld gewesen. Sie hatten uns keine Wahl gelassen, haben gesagt, es sei schon immer so gewesen und sie würden nicht davon abweichen.
Aber er hatte es nicht ertragen. Ich hatte gewusst, dass dies mein Ende gewesen war. Ich hatte gewusst, dass ich für ihn sterben werde. Aber er hatte es nicht ertragen. Er hatte gesagt, dass ich sehen werde, alles würde sich fügen und ich müsse nicht sterben. Ich hatte es einfach nicht verstanden. Hatte nicht verstehen wollen, was er mir damit gesagt hatte.
Jetzt saß ich auf meinem Thron, stützte einen Ellenbogen auf der Lehne ab und mit der Hand stützte ich meinen Kopf. Müde sah ich in die große Halle. Betrachtete meine Arbeit. Ich hatte es wirklich getan. Allerdings empfand ich keinen Stolz, aber auch keinen Gram. Erleichterung. Ich spürte die Erleichterung, dass niemals wieder eine Luna diesen Preis zahlen wird. Dafür hatte ich gesorgt. Ich die letzte Luna, die einen so hohen Preis zahlen musste. Die letzte Luna, die sich selbst verloren hat.
Es gab ein rotes Meer. Ein Meer der Erleichterung und der Freiheit. Und dieses Meer war nun ein totes Meer. Sie begutachtete müde ihr Werk. Sah sich an, was sie getan hatte. Aber sie wusste, dass sie der Nächsten ein grauenhaftes Schicksal erspart hatte. Aber der Weg war nicht richtig. Sie wusste das. Aber es war ihr gleichgültig. Sie hatte es hingenommen, so wie sie seinen Tod hingenommen hatten. Und dieses Mal war sie die Luna gewesen und sie mussten ihrem Befehl folgen. Dieses Mal war sie die Siegerin, die sie damals nicht hatte sein können. Dieses Mal war sie die Siegerin, die ihr Volk brauchte.
Das war ihr Weg gewesen eine wahre Siegerin zu werden.
Aber er hatte es nicht ertragen. Ich hatte gewusst, dass dies mein Ende gewesen war. Ich hatte gewusst, dass ich für ihn sterben werde. Aber er hatte es nicht ertragen. Er hatte gesagt, dass ich sehen werde, alles würde sich fügen und ich müsse nicht sterben. Ich hatte es einfach nicht verstanden. Hatte nicht verstehen wollen, was er mir damit gesagt hatte.
Jetzt saß ich auf meinem Thron, stützte einen Ellenbogen auf der Lehne ab und mit der Hand stützte ich meinen Kopf. Müde sah ich in die große Halle. Betrachtete meine Arbeit. Ich hatte es wirklich getan. Allerdings empfand ich keinen Stolz, aber auch keinen Gram. Erleichterung. Ich spürte die Erleichterung, dass niemals wieder eine Luna diesen Preis zahlen wird. Dafür hatte ich gesorgt. Ich die letzte Luna, die einen so hohen Preis zahlen musste. Die letzte Luna, die sich selbst verloren hat.
Es gab ein rotes Meer. Ein Meer der Erleichterung und der Freiheit. Und dieses Meer war nun ein totes Meer. Sie begutachtete müde ihr Werk. Sah sich an, was sie getan hatte. Aber sie wusste, dass sie der Nächsten ein grauenhaftes Schicksal erspart hatte. Aber der Weg war nicht richtig. Sie wusste das. Aber es war ihr gleichgültig. Sie hatte es hingenommen, so wie sie seinen Tod hingenommen hatten. Und dieses Mal war sie die Luna gewesen und sie mussten ihrem Befehl folgen. Dieses Mal war sie die Siegerin, die sie damals nicht hatte sein können. Dieses Mal war sie die Siegerin, die ihr Volk brauchte.
Das war ihr Weg gewesen eine wahre Siegerin zu werden.
Donnerstag, 3. November 2016
Luna
Sie kniete vor ihm. Der Mond stand schon lange am Himmel und schaute auf sie herunter. Was genau geschehen war, wussten wohl nur die beiden. Sie und er. Und der Mond. Wahrscheinlich war auch er Zeuge des heutigen Ereignisses geworden.
Es hatte wohl niemand damit gerechnet, dass sie als Siegerin hervortreten würde. Siegerin eines widerlichen Wettstreits. Und dennoch hatte sie wohl den höhsten Preis zahlen müssen. Die Zuschauer waren schon lange verschwunden. Doch sie hatte sich nicht bewegt. Nicht, seit sie gewonnen hatte. Aber sie fühlte sich nicht wie eine Siegerin. Sie fühlte gar nichts. Sie sah ihn einfach nur an. Fühlte nichts. Nicht mehr. Mit dem Sieg gewann sie auch das Nichts. Vielleicht würde es ja ewig anhalten.
Er lag reglos auf dem Rücken und starrte mit leeren Augen in den Himmel. Früher sprühten seine Augen nur so vor Leben. Für mich war immer klar gewesen, dass er als Sieger hervorgehen würde. In gewisser Weise hatte er gewonnen. Er war jetzt frei und musste sich nicht mehr den Launen anderer antun. Einen Teil von mir hatte er mit in die Freiheit genommen.
Ich hatte gewonnen. Nun war ich nicht nur die Siegerin, sondern würde ab jetzt auch ihre "Luna" sein. Ihre Königin. Die Herrscherin über alle 16 Länder. Nach dieser Nacht würde ich jeden Befehligen und niemand kann mir je wieder Befehle erteilen. Für dieses Spiel würden sie bezahlen. Sie würden den selben Preis bezahlen wie die Mitspieler. Den selben Preis, wie er ihn zahlen musste. Und auch dann würde ich nichts spüren. Mit meinem Sieg und dem Titel hatte ich mir versprochen, die Toten zu ehren, indem ich mich nicht länger von Gefühlen in die Irre leiten zu lassen würde.
Jetzt war ich "Luna" und sie würden niederknien müssen.
Es hatte wohl niemand damit gerechnet, dass sie als Siegerin hervortreten würde. Siegerin eines widerlichen Wettstreits. Und dennoch hatte sie wohl den höhsten Preis zahlen müssen. Die Zuschauer waren schon lange verschwunden. Doch sie hatte sich nicht bewegt. Nicht, seit sie gewonnen hatte. Aber sie fühlte sich nicht wie eine Siegerin. Sie fühlte gar nichts. Sie sah ihn einfach nur an. Fühlte nichts. Nicht mehr. Mit dem Sieg gewann sie auch das Nichts. Vielleicht würde es ja ewig anhalten.
Er lag reglos auf dem Rücken und starrte mit leeren Augen in den Himmel. Früher sprühten seine Augen nur so vor Leben. Für mich war immer klar gewesen, dass er als Sieger hervorgehen würde. In gewisser Weise hatte er gewonnen. Er war jetzt frei und musste sich nicht mehr den Launen anderer antun. Einen Teil von mir hatte er mit in die Freiheit genommen.
Ich hatte gewonnen. Nun war ich nicht nur die Siegerin, sondern würde ab jetzt auch ihre "Luna" sein. Ihre Königin. Die Herrscherin über alle 16 Länder. Nach dieser Nacht würde ich jeden Befehligen und niemand kann mir je wieder Befehle erteilen. Für dieses Spiel würden sie bezahlen. Sie würden den selben Preis bezahlen wie die Mitspieler. Den selben Preis, wie er ihn zahlen musste. Und auch dann würde ich nichts spüren. Mit meinem Sieg und dem Titel hatte ich mir versprochen, die Toten zu ehren, indem ich mich nicht länger von Gefühlen in die Irre leiten zu lassen würde.
Jetzt war ich "Luna" und sie würden niederknien müssen.
Höllenhund
Es wurde immer heißer in der kleinen Kammer in der ich mich schnell verstecken musste. Meine Haut glühte und ich wusste nicht was das zu bedeuten hatte. Da ich nicht wollte, dass das irgendjemand hier mitbekam. Immerhin war das der erste Tag an einer neuen Schule gewesen.
Die Hitze strahlte von meinem Herzen aus in den ganzen Körper, ebenso wie das Glühen. Das Glühen verlief nur entlang der Adern, besser gesagt durch die Adern, und breitete sich so aus. Es erinnerte mich an Lava oder Feuer.
Es wurde immer heißer und ich hatte Angst etwas in Flammen zu stecken, denn offensichtlich ging die Wärme - die brodelnde, glühend heiße Hitze - von mir aus. Aber noch größere Angst hatte ich davor entdeckt zu werden. Ich wäre sofort der Freak und das wollte ich nicht mehr sein. Ich war so froh gewesen als diese Träume aufgehört hatten. Träume in denen ich in Flammen auf ging und um mich herum lauten lebloser Körper von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ein paar Gesichter erkannte ich. Doch die meistens waren mir fremd.
Jemand hämmerte von außen gegen die Tür und rief: "Was ist da drinnen los? Aufmachen! Machen Sie sofort diese Tür auf!"
Selbst wenn ich es gewollt hatte, ich konnte die Tür nicht öffnen. Mein inneres Feuer hatte sich fast im kompletten Körper ausgebreitet und ich spürte, wie sich etwas anderes an die Oberfläche schob und ich mehr und mehr die Kontrolle verlor.
Ein lauter Knall, Rauch, Feuer und Funken. Der Geruch von verbranntem Fleisch brannte mir in der Nase. Als ich mich umsah erkannte ich den Traum, den ich schon hunderte Mal hatte träumen müssen. Nur dieses Mal war es kein Traum. Jetzt wusste ich, dass es eine Warnung von einer grausamen Wirklichkeit war. Ich stand in Mitten von Trümmern, die einmal eine Schule gewesen waren. Ansonst brannte hier und da noch etwas, dass ich nicht richtig erkennen konnte und ich hoffte - ich betete - dass es keine Menschen waren, denn die langen zu meinen Füßen. Egal wo ich hinsah sah ich Tote. Tote, die es nicht verdient hatten gestorben zu sein, aber die dennoch gestorben sind. Ich wusste, dass es nicht an mir lag, dass diese armen Seelen gestorben sind, aber es war nun einmal meine Natur - die Natur eines Höllenhundes - dafür zu sorgen, dass das Übernatürliche nicht entdeckt wird. Jetzt war es meine Aufgabe die Spuren eines Krieges zwischen Wesen, die es für die Menschen eigentlich nicht gab, zu beseitigen. Ich musste die ganze Magie in mir aufnehmen, sodass nichts mehr zurück blieb und die Menschen es als tragischen Unfall abtun konnten.
Ich hatte meine Berufung gefunden und dann war es auch wieder vorbei gewesen. Die Hitze und das Glühen verschwanden und ich wusste nicht, ob der Höllenhund in mir je wieder gebraucht werden würde...
Alex das ist nur für dich :P
Die Hitze strahlte von meinem Herzen aus in den ganzen Körper, ebenso wie das Glühen. Das Glühen verlief nur entlang der Adern, besser gesagt durch die Adern, und breitete sich so aus. Es erinnerte mich an Lava oder Feuer.
Es wurde immer heißer und ich hatte Angst etwas in Flammen zu stecken, denn offensichtlich ging die Wärme - die brodelnde, glühend heiße Hitze - von mir aus. Aber noch größere Angst hatte ich davor entdeckt zu werden. Ich wäre sofort der Freak und das wollte ich nicht mehr sein. Ich war so froh gewesen als diese Träume aufgehört hatten. Träume in denen ich in Flammen auf ging und um mich herum lauten lebloser Körper von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ein paar Gesichter erkannte ich. Doch die meistens waren mir fremd.
Jemand hämmerte von außen gegen die Tür und rief: "Was ist da drinnen los? Aufmachen! Machen Sie sofort diese Tür auf!"
Selbst wenn ich es gewollt hatte, ich konnte die Tür nicht öffnen. Mein inneres Feuer hatte sich fast im kompletten Körper ausgebreitet und ich spürte, wie sich etwas anderes an die Oberfläche schob und ich mehr und mehr die Kontrolle verlor.
Ein lauter Knall, Rauch, Feuer und Funken. Der Geruch von verbranntem Fleisch brannte mir in der Nase. Als ich mich umsah erkannte ich den Traum, den ich schon hunderte Mal hatte träumen müssen. Nur dieses Mal war es kein Traum. Jetzt wusste ich, dass es eine Warnung von einer grausamen Wirklichkeit war. Ich stand in Mitten von Trümmern, die einmal eine Schule gewesen waren. Ansonst brannte hier und da noch etwas, dass ich nicht richtig erkennen konnte und ich hoffte - ich betete - dass es keine Menschen waren, denn die langen zu meinen Füßen. Egal wo ich hinsah sah ich Tote. Tote, die es nicht verdient hatten gestorben zu sein, aber die dennoch gestorben sind. Ich wusste, dass es nicht an mir lag, dass diese armen Seelen gestorben sind, aber es war nun einmal meine Natur - die Natur eines Höllenhundes - dafür zu sorgen, dass das Übernatürliche nicht entdeckt wird. Jetzt war es meine Aufgabe die Spuren eines Krieges zwischen Wesen, die es für die Menschen eigentlich nicht gab, zu beseitigen. Ich musste die ganze Magie in mir aufnehmen, sodass nichts mehr zurück blieb und die Menschen es als tragischen Unfall abtun konnten.
Ich hatte meine Berufung gefunden und dann war es auch wieder vorbei gewesen. Die Hitze und das Glühen verschwanden und ich wusste nicht, ob der Höllenhund in mir je wieder gebraucht werden würde...
Alex das ist nur für dich :P
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